Frühe Mehrheit für Hilter

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Frühe Mehrheit für Hitler - Nach der Machtergreifung wurde in Willershausen die Arbeitslosigkeit bekämpft

Willershausen. 1933 sah es im Alten Amt wirtschaftlich schlecht aus. Viele waren ohne Arbeit. Die Schaffung von Arbeitsplätzen stand nach der Machtergreifung Hitlers am 30. Januar 1993 in Willershausen oben auf der Prioritätenliste.

So war im Juli 1933 in der Zeitung zu lesen: „Die hiesige Dampfziegelei hat ihren Betrieb abermals eingestellt. Nach vorheriger Kündigung wurde am Sonnabend die gesamte Belegschaft (...) entlassen. Durch diese Betriebseinstellung wird die Gemeinde Willershausen wieder erheblich belastet.“ Das geht aus einer Festschrift hervor, die Heimat- und Geschichtsforscher Heiko Jäckel 1994 herausgegeben hat.

Arbeitslose in Willerhausen

Staatliche Programme griffen unmittelbar nach der Schließung der Ziegelei in Willershausen, um die Arbeitslosigkeit zu senken. In einem Zeitungsartikel vom 23. Juli 1933 heißt es: „Um die Arbeitslosen zu beschäftigen, wird jetzt die Straße Weglange neu gebaut. Der Staat leistet einen Zuschuss. Gearbeitet wird sieben Stunden bei einem wöchentlichen Verdienst von 18 Reichsmark. (…) Wir haben dann in unserer Gemeinde Willershausen keine Arbeitslosen mehr.“

Willershausen wählt NSDAP

Schon vor der Machtergreifung bekam der Diktator viele Stimmen in Willershausen. Bei der Reichspräsidentenwahl am 13. März 1932 entschieden sich in der Altämter Ortschaft 159 Wähler für Adolf Hitler. Paul von Hindenburg belegte mit 133 Stimmen nur Platz zwei in der Wählergunst.

Rechnet man die Stimmen vom März 1932 in Prozente um, so kam Hitler in Willershausen auf 53 Prozent, während er im gesamten Reich nur 30,1 Prozent erhielt. Paul von Hindenburg schaffte in der damaligen Gemeinde Willershausen lediglich 44,3 Prozent, während er im Deutschen Reich auf 49,6 Prozent kam.

Neue Arbeit

Der Bau der Weglange war 1934 beendet. Die Arbeiter fanden aber weiter Beschäftigung, vor allem beim Waldwegebau des Forstamtes Willershausen. Außerdem stellte die Ziegelei, die zwei Monate nach ihrer Stilllegung wieder die Produktion aufnahm, wieder Leute ein.

Verfolgung der Gegner

Aber auch in Willershausen wurden nach der Machtergreifung politische Gegner verfolgt. So wurden Häuser durchsucht, zum Beispiel das von Bäcker Eduard Uhde, der damals Mitglied des Gemeindeausschusses war und als Anführer der örtlichen Sozialdemokraten galt. (bsc)

erschienen in der HNA/Northeimer Neueste NAchrichten am 06. Februar 2008