Forstbotanischer Garten

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Eingang des Forstbotanisches Gartens in Hann.Münden - Foto: Till
Der Forstbotanische Garten in Hann.Münden - Foto: Till


FORSTBOTANISCHER GARTEN

Vielzahl der Pflanzen

In der Drei-Flüsse-Stadt Hann. Münden ist auf Teilen der alten Wallanlage eine reizvolle Grünanlage mit parkartigem Charakter entstanden. Doch einen richtigen Park gibt es jenseits des Walls.

Mehrfach war dieser 1868 begründete Park vom Untergang bedroht. Schon in der ersten Jahrhunderthälfte herrschte Geldmangel, dann brachte der Zweite Weltkrieg Bombenschäden, so daß einige Flächen als Schrebergärten genutzt wurden, und schließlich mußten etliche Pflanzen und Sträucher mitwandern, als vor rund 30 Jahren die forstwirtschaftliche Ausbildung von Hann. Münden abgezogen wurde. Heute wird der Park vom staatlichen Forstamt Kattenbühl betreut; im beginnenden Frühjahr vermittelt er den Eindruck, als sei die Betreuung unregelmäßig geworden.

In diesem Park ging es nicht um bloße Freude am Naturerlebnis, sondern darum, eine möglichst reiche Pflanzenvielfalt gedeihen zu lassen. Ursprünglich hatte es im forstbotanischen Garten weit über 3000 Pflanzenarten gegeben. Heute ist es gerade noch ein Drittel. Schilder (die nicht immer vorhanden sind) erklären die Arten.

Trotzdem ist der Reichtum noch groß. Nun kann man mit botanischem Interesse den Garten durchstreifen und sich zu so exotischen Exemplaren wie der Großfrüchtigen Eiche, dem Urwelt-Mammutbaum oder der Roten China-Birke führen lassen. Man kann aber auch einfach erleben, wie durch diese Vielfalt ungewohnte Anblicke ermöglicht werden. So blüht im kalten März dort bereits der Smirnow-Rhodedendron, weil seine Heimat die rauhen Höhen des Kaukasus sind.

"Der Forstbotanische Garten in Hann. Münden wurde 1868 gemeinsam mit der Königlich Preußischen Forstakademie gegründet und diente vor allem der Forschung und Lehre", heißt es auf einer Info-Tafel der Niedersächsischen Landesforsten im Garten. Damals wirkten in diesem Garten ausschließlich Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter, Gartenmeister und nicht zuletzt hunderte von Studenten. Im Jahr 1870 wurde der Garten eröffnet. 1988 wurde er als Naturdenkmal ausgewiesen.

Der erste Gartenmeister dort war der Dendrologe Hermann Zabel. Im Namen einer Hybrid-Forsythie, die er im Forstbotanischen Garten in Hann. Münden züchtete, ist Zabel verewigt: Forsythia x intermedia ZAB.

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