Forstbachweg

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Die Herkunft des Forstfelder Forstbachweg ist leicht zu erklären, wenn man weiß, dass „die Wahlebach“ auch Forstbach genannt worden war. Andererseits hieß er auf alten Karten noch "Schindeleichweg". Unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger kennen ihn auch noch unter diesem Namen. Hinter der ehemaligen Molkerei Krell soll der Galgen gestanden haben, hier war auch der Schindacker, auf dem die Hingerichteten aus Kassel verscharrt wurden. Sie wurden z. T. vom Sauplatz über den "Schindeleichweg" hierher geschafft. Auf einer Karte von 1859 heiß er dagegen "Sohlweg". Wer kann dazu etwas sagen?

--Falk D. Urlen 10:29, 22. Mär. 2009 (UTC)

Moderne Legenden

Noch Anfang der 70-er Jahre sollte der Forstbachweg die Funktion der erst in den 80-er Jahren gebauten Südtangente übernehmen. Geplant war ein 4-spuriger Ausbau. Die Stadt hatte bereits die entsprechenden Planungen fertig, und Grundstücke waren schon angekauft. Die Straße sollte z. B. in ca. 1 m Abstand am Haus Radestr. 2 vorbeiführen. Man rechnete damals noch damit, dass sich die Einwohnerzahl Kassels auf über 300.000 erhöhen würde.

Diesen Ausbau wollten wir in Forstfeld in jedem Fall verhindern und so schrieb ich in der Forstfelder kleinen Zeitung einen Artikel mit der Überschrift: "Pflaster des Forstbachweg unter Denkmanschutz?". Inzwischen haben wir die Südtangente, im Forstbachweg liegt ein neuer Kanal, die Pflastersteine verschwanden wie die Lkws aus dem damaligen Ostblock (DDR, Ungarn), nachdem wir zeitweilig ein Lkw-Verbot erreicht hatten.

Inzwischen wurde die Wahlebachbrücke verschmälert, damit Fußgänger sicher über den Wahlebach kommen, und die Brücke wurde für Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 24t gesperrt. Jahrelang aber stand hier ein falsches Verkehrszeichen, so dass dennoch die schweren Laster darüber fahren konnten. Im Jahr 2005 schließlich kam das Pflaster heraus, und der gesamte Forstbachweg ist heute asphaltiert. (Quelle: Urlen, Forstfelder Geschichte[n])