Firnskuppenstraße

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Straße im Kasseler Stadtteil Harleshausen von Obervellmarer Straße bis zum Daspel.

Benannt nach der Firnskuppe genannten Erhebung im Habichtswald

Die Firnskuppenstraße wurde früher auch "Hasenviertel" genannt, nicht, wie man meinen könnte, weil es dort so viele Hasen gab. Vielmehr wohnten dort einige Familien mit dem Namen "Hastenpflug", die man landläufig "Hasen" nannte.

Markant war zwischen Einmündung Obervellmarer Straße und Firnskuppenstraße 8 der "Griesberg", ein teilweise freier und zum Teil mit Büschen bewachsener Hang, an dem die Kinder in den 50er Jahren spielten, sich Höhlen bauten und mit unter den Hintern gelegten Pappen den Hang hinunter rutschten. Am Ende der Firnskuppenstraße, unterhalb des Sportplatzes Daspel, war das "Itschenbad", das alte Harleshäuser Schwimmbad, das weitgehend mit Schilf zugewachsen war und seinen Namen wohl von den dort lebenden Fröschen und Kröten (Itschen) hatte.

//-von Peter Rausch-//

Die Firnskuppenstraße ist benannt nach der westlich im Habichtswald im "Harleshäuser Gehege" gelegenen Erhebung "Die Firnskuppe" (314m ü. NN)einem Berg aus Basalt- und Basalttuff- Eruptivgestein.Auf dem Gipfel der Firnskuppe befindet sich ein von Menschenhand geschaffener Schacht, der von mittelalterlichem Bergbau herrührt.Womöglich haben die Bergleute auf der Firnskuppe nach verwertbarem Eisenerz gegraben(für die Waldschmiede[Eisenhütte des MA] an der Ahna bei Weimar)aber nichts gefunden(Sippel 1994). Erwähnung fand die Firnskuppe im Heckershäuser Kirchenbuch als sich 1821 der Heckershäuser Schäfer Bernhard Krebs mit einem Sturz in den Schacht das Leben nehmen wollte. Tage danach hörte man klägliches Schreien aus der Tiefe des Schachtes. Ein Hilfstrupp aus dem Dorf konnte ihn zunächst retten. Die Entbehrungen und Verletzungen waren jedoch so schwer dass Bernhard Krebs wenige Tage später verstarb.//

Heiner Range 2006/07/01 22:46//