Fahrrad - Erfindung

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Nachbildung
der Draisine von 1817
Foto 1978: Pöpperl
Laufrad in Göttingen

1817 eine der größten Entdeckungen in der Menschheitsgeschichte war zweifellos die des Rades. Diese Entdeckung blieb dem 1785 geborenen Freiherr Karl-Friedrich von Drais vorbehalten. Am 12.01.1818 erhielt Drais sein Patent auf die Draisine. Sein 1817 zunächst vielbelächeltes Laufrad entwickelte sich in den folgenden Jahren bis hin zum heutigem superleichten Fahrrad und Sportrennrad.

Inhaltsverzeichnis

Freiherr Karl-Friedrich von Drais

Der am 29. April 1785 geborene Freiherr Karl-Friedrich von Drais entstammte einer begüterten Karlsruher Familie. Drais war immer ein Sonderling, seine Neigungen lagen auf dem Gebiet der Mechanik. Es war sein Denken und Streben, Maschinen oder Wagen zu erfinden, die lediglich durch die Muskelkraft des Fahrenden in Betrieb gesetzt und gelenkt werden konnten. Im Jahre1817 trat Drais mit seiner einspurigen Laufmaschine an die Öffentlichkeit, für die er am 12.01.1818 ein Patent erhielt.

Drais und Draisine

Draisine
  • Drais wollte mit seinem als " Veloziped" bezeichneten Fahrzeug den Verkehr revolutionieren. Drais rechnete mit allem, nur nicht mit dem Unverständnis und Spott seiner Mitmenschen. Um die Abneigung gegen Drais zu verstehen, muß man den Zustand der damaligen Straßen in Betracht ziehen, auf denen oft sechs und mehr Pferde nötig waren, um einen einzigen Postwagen aus dem Dreck zu ziehen. Drais bewies, daß seine Laufmaschine tatsächlich eine Hilfe darstellte.Am 10. Dezember 1851 starb der geniale Erfinder Drais in einer armseligen Mansarde in Karlsruhe. Erst später erinnerte man sich wieder des Erfinders Drais: Am 24. September 1893 wurde in Karlsruhe unter großer Anteilnahme der Radfahrverbände und der Bevölkerung für Drais ein Denkmal enthüllt.

Draisine mit Tretkurbeln

Draisine mit Tretkurbeln
  • Viele Jahre nach Drais Patentanmeldung brachten der Franzose Michaux und Phillip Moritz Fischer 1853 an das Vorderrad einer Draisine Tretkurbeln an, aus dem Laufrad wurde ein Tretrad.Schon 1867 fertigte Pierre Michaux mit seinem Sohn Ernst seine " Michauline " mit großem Vorder- und kleinem Hinterrad mit beachtlicher Stückzahl von 200 pro Tag bis zum Jahr 1869.

Hochrad " Ariel "

Hochrad " Ariel "
  • Mit dem Hochrad " Ariel " wurden weitragende Verbesserungen mit Stahlfelgen, Haarnadelspeichen und Vollgummireifen in den Fahrradbau eingeführt.Hochrad " Ariel "James Starly legte den Grundstein der englischen Fahrrad-Industrie. Allmälich wurde das Radfahren zum Massensport, vor allem in England. Um 1875 gab es hier 50.000 Hochradfahrer, 30 Firmen wetteiferten als Hersteller.Die Nachteile des Hochrades waren nicht zu übersehen. Schon das Aufsteigen erforderte viel Geschick und Übung.Das Absteigen ging dagegen überraschend schnell. Mit der Klotzbremse war es nicht leicht, das Rad zum stehen zu bringen.Gefürchtet war der Sturz Kopf-über die Lenkstange bei Notbremsungen.Die Sturzhöhe von 2,50 m war durch das hohe Vorderrad bedingt.

" Kangaroo" mit Kettenantrieb

" Kangaroo" mit Kettenantrieb
  • Die weitere Entwicklung ab 1872 führte zum " Kangaroo" mit Kettenantrieb am Vorderrad sowie zum Teil grotesken Sicherheitsrädern und Dreiradmodellen.
" Kangaroo" Sicherheitsrad

Das " Kangaroo " hatte den ersten Kettenradantrieb am Vorderrad,Tretkurbel und Übersetzung konnten entsprechend der Beinlänge des Fahrers verstellt werden. Hersteller dachten darüber nach , wie man noch mehr Kunden für Fahrzeuge gewinnt. Sie wollten nich nur Fahrzeuge für junge Männer.Sie wollten Fahrzeuge für ältere und vor allem für Frauen anbieten. Das mussten Fahrräder sein. mit denen man sehr langsam fahren konnte. So kam es zum Bau von Fahrzeugen mit mehr als zwei Rädern.


Fahrrad mit Luftreifen

Kettenantrieb zum Hinterrad
Erfindung Luftreifen 1887
  • Fahrradsteuer in Frankreich, Kettenantrieb zum Hinterrad und der erste Fahrrad - Luftreifen

1887 wird von Dr. John Dunlop der Fahrrad-Luftreifen erfunden, dem damit auch die weitere Entwicklung des Fahrrades zu verdanken ist.In Frankreich haben Besitzer von Fahrrädern ab 1883 eine Abgabe an den Staat zu zahlen. In Paris gibt es 80.000 Personen, die dieser Steuer unterliegen. 1888 gelingt es J. K. Starly mit einem " Rover " den Kettenantrieb durch Übertragung der Pedalkraft auf das Hinterrad zu legen.

  • Quelle: "Von der Draisine bis zur Rennmaschine des 21. Jahrhunderts" , war der Inhalt dieser Ausstellung im Kasseler Stadtmuseum.

--Günther Pöpperl 14:54, 30. Dez 2008 (CET)

Fulda-Radweg 215 km

Mit dem Fahrrad entlang der Fulda in Baunatal-Guntershausen und Baunatal-Rengershausen. Der Fulda-Radweg mit 215 km von der Fuldaquelle unterhalb der Wasserkuppe in der Rhön bis nach Hann. Münden, wo "Fulda und Werra sich küssen und ihren Namen büßen müssen" entlang der Fulda in Kassel.

Streckenverlauf: Wasserkuppe (Rhön) - Gersfeld - Ebersburg - Fulda - Schlitz - Bad Hersfeld - Bebra - Rotenburg a. d. Fulda - Morschen - Melsungen - Röhrenfurth - Lobenhausen - Körle - Wagenfurth - Grebenau - Büchenwerra - Guxhagen - Edermünde - Baunatal-Guntershausen - Baunatal-Rengershausen - Dittershausen - Dennhausen - Fuldabrück-Bergshausen - Kassel - Kassel-Wolfsanger - Wahnhausen - Hann. Münden

Eine Kirche für Radfahrer an der Fulda


  • Der Standort der "Kilianskapelle" in Büchenwerra an der Fulda wurde bewusst gewählt. Diese Kapelle soll allen offen stehen, auch den Tausenden von Radfahrern, die jeden Sommer hier vorbei fahren.

siehe auch


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