Fürstin Bathildis

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Bathildis Marie Leopoldine Anna Auguste Prinzessin zu Schaumburg-Lippe (21.5.1873 - 6.4.1962) war verheiratet mit Fürst Friedrich, dem letzten Fürsten von Waldeck und Pyrmont.

Leben und Wirken

Fürstin Bathildis: Ihr Engagement für Behinderte wirkt bis heute fort

Gründerin des Bathildisheimes in Bad Arolsen: Fürstin Bathildis
  • 1873 in Böhmen als Prinzessin zu Schaumburg-Lippe geboren, heiratete sie 1895 Friedrich Fürst zu Waldeck und Pyrmont. An seiner Seite regierte sie bis zum Ende der deutschen Monarchie (1918) in Bad Arolsen, unterhielt enge Beziehungen zu den europäischen Königshäusern.
  • Nach 1918 konzentrierte sich die Mutter dreier Söhne und einer Tochter stärker auf die Familie. Daneben malte und schrieb sie und pflegte den Austausch mit anderen Menschen. Obwohl sie seit dem dreißigsten Lebensjahr an Schwerhörigkeit litt. Im Mittelpunkt ihres Wirkens stand ihr soziales Engagement.

Förderung von Schwachen und Frauen

  • Schon als junge Frau setzte sie sich für Schwache und für die Förderung von Frauen ein. Untrennbar mit ihrem Namen verbunden ist das Rehabilitationszentrum Bathildisheim in Bad Arolsen. Die Einrichtung für Behinderte geht auf einen 1905 gegründeten Verein zurück. Protektorin des Hülfsvereins für verkrüppelte, epileptische, taubstumme und blinde Kinder im Fürstentum Waldeck-Pyrmont war Bathildis selbst.
  • 1909 wurde in Helsen mit dem Bau des Bathildisheims begonnen, 1912 wurde es eingeweiht. Anfangs wurden 33 Pfleglinge betreut und ausgebildet, doch die Zahl wuchs schnell an. 1926 wurde ein Neubau errichtet. 1928 kaufte der Verein das Haus Waldfrieden in Neu-Berich.
  • Im Laufe der Jahre kamen mehrere neue Schul- und Internatsgebäude sowie Werkstätten hinzu. Heute werden in den Einrichtungen des Bathildisheims 850 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen ausgebildet, beschäftigt, gefördert und umsorgt. Über fünf Jahrzehnte begleitete Bathildis aktiv die Arbeit des Vereins.

Tod

Fürstin Bathildis starb 1962 im Alter von 89 Jahren. An der Spitze des Fürstentum Waldeck stand Fürstin Bathildis nur 23 Jahre lang. Ihr Leben und vor allem ihr Einsatz für Behinderte wirken jedoch bis heute fort.


Quelle: Artikel aus der HNA Waldeckische Allgemeine vom 20. Februar 2004 in der Serie "Die besten Waldecker"

siehe auch

Weblinks