Fürst Friedrich

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Fürst Friedrich Adolf Hermann (* 20. Januar 1865; † 26. Mai 1946) war in den Jahren 1893 bis 1918 der letzte Herrscher des Fürstentums Waldeck-Pyrmont.

Er war der Sohn von Fürst Georg Victor; zu seinen Schwestern gehörte Prinzessin Emma, diese war - als zweite Ehefrau Wilhelms III. - spätere Königin der Niederlande.

Im Jahre 1895 heiratete Fürst Friedrich zu Waldeck-Pyrmont Fürstin Bathildis, am 21.5.1873 in Böhmen als Prinzessin zu Schaumburg-Lippe geboren.

Friedrich Adolf Hermann, ab 1893 der 7. Fürst zu Waldeck und Pyrmont und Graf zu Rappoltstein, dankte am 13.11.1918 als Fürst ab, nachdem sich am Tag zuvor auch in Arolsen ein Arbeiter- und Soldatenrat gebildet hatte.

Danach entstand in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg der Freistaat Waldeck innerhalb der Weimarer Republik, wobei die Bestimmungen des seit dem 19. Jahrhundert bestehenden Akzessionsvertrages mit Preußen weiterhin in Kraft blieben, bevor dieser 1926 von Preußen gekündigt wurde. Am 1. April 1929 wurde der Freistaat Waldeck dann Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau.

Das Fürstentum Waldeck zum Ende des 19. Jahrhunderts

Das Brockhaus'sche Konversationslexikon beschreibt in seiner 14. Auflage (Leipzig, Berlin und Wien 1894 – 1896) das Fürstentum Waldeck als „... Hügel- und Gebirgsland ... Seine höchsten westl. Teile (das sog. Upland, d. h. Hochland) gehören dem rhein. - westfäl. Schiefergebirge an, das hier im Ettelsberg (831 m) unfern der preuß. Grenze seine höchste Erhebung erreicht. Die Flüsse gehören dem Gebiet der Weser an. Die bedeutendsten sind Eder und Diemel. ... Das Klima ist infolge der Höhenlage im ganzen rauh, die Fruchtbarkeit in den eigentlich gebirgigen Teilen gering, am bedeutendsten in der untern Edergegend und im Nordosten des Landes.

Bevölkerung: W. und Pyrmont haben (1895) zusammen 57766 (27932 männl., 29 834 weibl.) E., darunter 55212 Evangelische, 1700 Katholiken (2 Gemeinden, in Arolsen und Eppe), 158 Altlutheraner und 696 Israeliten, 8922 bewohnte Wohnhäuser, 11536 Haushaltungen und 59 Anstalten. ... Der Hang zur Auswanderung, hauptsächlich nach Nordamerika und den industriereichen Gegenden Westfalens und Rheinpreußens, ist besonders stark bei der Bevölkerung im Norden und Westen des Landes ... Haupterwerbszweige sind Ackerbau und Viehzucht. ... Die Industrie ist unbedeutend ... Von Bergwerken sind die Eisensteingruben bei Adorf erwähnenswert. Der Handel ist gering, zum Teil wohl infolge des Mangels an Eisenbahnen und Wasserwegen. Nur zwei Sekundärbahnen berühren das Land: Wabern - Wildungen und Warburg - Arolsen - Corbach.

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