Führung durch die documenta 5 (1972)

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Dirk Schwarze führt durch die documenta-Geschichte

Einleitung in unsere Serie "Führung durch die documenta" (Hinweis: Diese exklusiven Autorenbeiträge sind nicht editierbar.)

1955: documenta - 1959: II. documenta - 1964: documenta III - 1968: 4. documenta - 1972: documenta 5 (mit Bildergalerie) - 1977: documenta 6 (mit Bildergalerie) - 1982: documenta 7 - 1987: documenta 8 - 1992: Documenta IX - 1997: documenta X - 2002: Documenta11 (mit Bildergalerie) - 2007: documenta 12 (mit Bildergalerien) - 2012: documenta 13 - Arnold Bode-Preis - 2017: documenta 14

Documenta-Lexikon mit der kompletten Künstlerliste 1955-2007

Unser documenta-Führer Dirk Schwarze


Kurzprofil

30. Juni bis 8. Oktober 1972

Plakat zur documenta 5
Hätte sich jemand 1972 träumen lassen, dass fast 30 Jahre später eine Ausstellung organisiert wird, die die Art und Wirkung der documenta 5 aufarbeitet? 2001 wurde in Kassel die Ausstellung „Wiedervorlage – Eine Befragung des Archivs zur documenta gezeigt. 1972 empfanden viele die Ausstellung als Skandal. Die Gleichsetzung von Kunst und Nichtkunst (Kitsch, Werbung) konnten sie ebenso wenig ertragen wie Werke und Aktionen der neuen Avantgarde. Zusätzlich geriet Harald Szeemann unter Beschuss, weil ein Defizit entstand. Heute aber gilt die documenta 5 als das Schlüsselereignis in Kassel. Auch im Vorfeld der documenta 5 hatte es Streit und Krisen gegeben. Vor allem scheiterte der Versuch, die Ausstellung als eine riesige Besucherschule anzulegen. Zu den wesentlichen Elementen der documenta 5 zählte die Abteilung der Fotorealisten. Szeemanns Lieblingsabteilung war die der Individuellen Mythologien, in der die Künstler der neuen Generation vorgestellt wurden, die für die nächsten zwei Jahrzehnte bestimmend bleiben sollten. Zu den Entdeckungen zählten Künstler wie Richard Serra, Mario Merz, Richard Tuttle, Richard Long, Gilbert & George. Aktions- und Ereigniskünstler, die vier Jahre zuvor noch protestiert hatten, fanden ebenfalls ihre Bühne. Durch Joseph Beuys, der 100 Tage lang in seinem Büro für direkte Demokratie durch Volksabstimmung mit Besuchern diskutierte, gewann die Ausstellung auch eine politische Dimension.

180 Künstler nahmen mit Werken und Aktionen teil, dazu Objekte der Alltagskultur. 220000 Besucher. Etat: 3,48 Mio. Mark. Erlöse und Spenden: 1,076 Mio. Mark, Zuschüsse: 2,1 Mio. Mark. Defizit 800000 Mark.

Kuratoren

Harald Szeemann (1933-2005)

Der Schweizer Harald Szeemann hat die Rolle des Ausstellungsleiters zum eigenständigen Beruf gemacht. Nach seinem Studium der Geschichte und Archäologie leitete er ab 1961 die Kunsthalle Bern, an der er mit international mit experimentellen Projekten auf sich aufmerksam machte. Er hatte ein untrügliches Gespür für neue Entwicklungen in der Kunst, wie 1968 seine Ausstellung „When Attitudes become Form“ zeigte. Szeemann wurde Generalsekretär der documenta. Zum ersten Mal war die Ausstellung thematisch angelegt: „Befragung der Realität – Bildwelten heute“. Der Versuch, die Ausstellung in ein gewaltiges didaktisches Korsett zu zwingen, scheiterte allerdings. Erst später wurde die Ausstellung zur Legende. 1972 hatte Szeemann sich der Kritik zu erwehren, außerdem sollte er für das Defizit persönlich haftbar gemacht werden. Wiederholt gab es Bemühungen, Szeemann ein zweites Mal für Kassel zu gewinnen. Konkret wurden sie, als 1983/84 der Holländer Edi de Wilde und Szeemann gemeinsam als documenta-Leiter für 1987 beauftragt wurden. Aber das Team gab auf. Szeemann, der mit Ausstellungen wie „Der Hang zum Gesamtkunstwerk“ oder „Junggesellenmaschinen“ von sich reden machte, wurde schließlich 1999 und 2001 mit der Ausrichtung der Biennale in Venedig beauftragt.

Ausstellungsorte

Museum Fridericianum

Das klassizistische Gebäude war 1779 als erster für die Öffentlichkeit bestimmter Museumsbau auf dem europäischen Kontinent vollendet worden. Das Fridericianum beherbergte Teile der landgräflichen Sammlungen und die Bibliothek. Im Zweiten Weltkrieg brannte das Gebäude aus. Arnold Bode entdeckte die notdürftig gesicherte Ruine als Ort für die zeitgenössische Kunst. Seit 1955 sind das Fridericianum und der davor liegende Friedrichsplatz das Herzstück jeder documenta. Seit 1988 dient der Bau zwischen den documenten als Kunsthalle. Außerdem hat in ihm der Kunstverein seine Räume.

Neue Galerie

Das Galeriegebäude an der Schönen Aussicht wurde 1871-1874 für die Gemäldesammlung erbaut. Das im Zweiten Weltkrieg beschädigte Gebäude wurde in den 1960er-Jahren wieder hergerichtet. Während der documenta III waren dort die Handzeichnungen zu sehen. Auch 1968 und 1972 blieb die Galerie zentraler documenta-Standort. Seit 1976 dient das Gebäude als Museum für die Kunst seit 1750. Die Ausstellungen von 1977 und 1982 konnten nur Teile des Museums in Anspruch nehmen. 1992 lud Jan Hoet solche Künstler in die Neue Galerie ein, die mit ihren Werken den Sammlungsbestand kommentierten.

Teilnehmende Künstler

  • Acconci, Vito
  • Aeschlimann, Richard
  • Agnetti, Vincenzo
  • Alexander, Peter
  • Anatol
  • Anselmo, Giovanni
  • Arbeitszeit
  • Archigram
  • Armajani, Siah
  • Arnoldi, Charles Arthur
  • Art & Language
  • Artschwager, Richard
  • Asher, Michael
  • Baldessari, John
  • Barry, Robert
  • Baselitz, Georg
  • Baumgarten, Lothar
  • Baumgartl, Monika
  • Becher, Bernd & Hilla
  • Bechtle, Robert
  • Beuys, Joseph
  • Bochner, Mel
  • Boetti, Alighiero
  • Boezem, Marinus
  • Boltanski, Christian
  • Brakhage, Stan
  • Bravo, Claudio
  • Brecht, George
  • Brehmer, KP
  • Broodthaers, Marcel
  • Brouwn, Stanley
  • Brus, Günter
  • Buren, Daniel
  • Burgin, Victor
  • Buthe, Michael
  • Byars, James Lee
  • Calzolari, Pier Paolo
  • Castelli, Luciano
  • Christo
  • Close, Chuck
  • Conrad, Tony
  • Cooper, Ron
  • Copley, William
  • Cornell, Joseph
  • Cottingham, Robert
  • Cotton, Paul
  • Darboven, Hanne
  • De Andrea, John
  • De Dominicis, Gino
  • De Maria, Walter
  • Degkwitz, Hermann
  • Deutsch, David
  • Dibbets, Jan
  • Distel, Herbert
  • Domnick, Ottomar
  • Dore O.
  • Duchamp, Marcel
  • Dugger, John Scott
  • Dwoskin, Steven
  • Eddy, Don
  • Eggenschwiler, Franz
  • Elk, Ger van
  • Estes, Richard
  • Étienne-Martin
  • Fabro, Luciano
  • Fernie, John C.
  • Filliou, Robert
  • Fine, Jud
  • Fisher, Joel
  • Flanagan, Barry
  • Fox, Terry
  • Frampton, Hollis
  • Fried, Howard Lee
  • Fulton, Hamish
  • Gearson, Barry
  • Gertsch, Franz
  • Gigliotti, Vittorio
  • Gilbert & George
  • Goings, Ralph
  • Gojowczyk, Hubertus
  • Gottheim, Larry
  • Graham, Dan
  • Graves, Nancy
  • Haacke, Hans
  • Hanson, Duane
  • Harloff, Guy
  • Harvey, Michael
  • Haus-Rucker-Co
  • Hein, W + B
  • Herbin, Auguste
  • Hesse, Eva
  • Hiestand, E. + U.
  • Horn, Rebecca
  • Hucleux, Jean-Olivier
  • Huebler, Douglas
  • Immendorff, Jörg
  • Insley, Will
  • Iseli, Rolf
  • Jacobs, Ken
  • Jenney, Neil
  • Jensen, Al
  • Johns, Jasper
  • Jonas, Joan
  • Kanovitz, Howard
  • Kienholz, Edward
  • Knoebel, Imi
  • Kohlhöfer, Chris
  • Kounellis, Jannis
  • Kovachevich, Thomas
  • Kowalski, Piotr
  • Lamelas, David
  • Landow, George
  • Le Gac, Jean
  • Le Va, Barry
  • Leslie, Alfred
  • LeWitt, Sol
  • Long, Richard
  • Lüscher, Ingeborg
  • Mahn, Inge
  • Mangold, Robert
  • Marden, Brice
  • Martin, Agnes
  • Mayer, Russ
  • Mazzoleni, Donatella
  • McLean, Richard
  • Medalla, David
  • Melani, Fernando
  • Melchert, Jim
  • Merz, Mario
  • Metzger, Gustav
  • Minnich, Bernd
  • Morley, Malcolm
  • Moses, Ed
  • Nauman, Bruce
  • Nekes, Werner
  • Nitsch, Hermann
  • Noren, Andrew
  • Oldenburg, Claes
  • Ono, Yoko
  • Oppenheim, Dennis
  • Page
  • Palermo
  • Panamarenko
  • Paolini, Giulio
  • Penck, A. R.
  • Penone, Giuseppe
  • Pfeufer, Joachim
  • Pfund, Roger & Elisabeth
  • Pisani, Vettor
  • Polke, Sigmar
  • Portoghesi, Paolo
  • Posen, Stephen
  • Praunheim, Rosa von
  • Raetz, Markus
  • Rainer, Arnulf
  • Richter, Gerhard
  • Rimmer, David
  • Rinke, Klaus
  • Rockburne, Dorothea
  • Roehr, Peter
  • Rossi, Aldo
  • Rückriem, Ulrich
  • Ruppersberg, Allen
  • Ruscha, Edward
  • Ruthenbeck, Reiner
  • Ryman, Robert
  • Salt, John
  • Samaras, Lucas
  • Saree, Günther
  • Sarkisian, Paul
  • Schnyder, Jean-Frédéric
  • Schonzeit, Ben
  • Schroeter, Werner
  • Schult, HA
  • Schwarzkogler, Rudolf
  • Schwegler, Fritz
  • Serra, Richard
  • Sharits, Paul
  • Shields, Alan
  • Siegelaub, Seth
  • Sieverding, Katharina
  • Smithson, Robert
  • Snow, Michael
  • Solomon, Holly
  • Sommer, Irm & Ed
  • Sonnier, Keith
  • Spielvogel, Bert
  • Staeck, Klaus
  • Staiger, Paul
  • Stever, Jorge
  • Strübin, Robert
  • Thek, Paul
  • Thiebaud, Wayne
  • Thomkins, André
  • Trans-Parent Teacher's Ink
  • Tremlett, David
  • Tuttle, Richard
  • Upnmoor, Bernd
  • Vautier, Ben
  • Walther, Franz Erhard
  • Watts, Robert
  • Wegman, William
  • Weigel, Bertram
  • Weiner, Lawrence
  • Welch, Roger
  • Wesley, John
  • Westermann, H. C.
  • Wieland, Joyce
  • Wiley, William
  • Wilp, Charles
  • Winnewisser, Rolf
  • Wölfli, Adolf
  • Wudl, Tom
  • Wyborny, Klaus
  • Young, La Monte & Zazeela, Marian
  • Young, Peter
  • Zorio, Gilberto

Beispielhafte Kunstwerke

HA Schult (*1939): Biokinetische Landschaft (1972)

Im Hinterhof des Museums Fridericianums lag eine kleine Hügellandschaft. Sie war unansehnlich und wirkte wie vergoren. Zivilisationsreste waren erkennbar, der Müll unserer Zeit. Auf dem Hügelplateau war ein Zelt auf geschlagen. Ein Kofferradio war davor abgestellt. Daneben stand ein schwarzer Soldat, der diese Landschaft bewachte. Der Kölner Aktionskünstler HA Schult, der mit seiner Partnerin Elke Koska gerne selbstdarstellerische Auftritte zelebriert, hatte mit dieser Landschaft eine der eindringlichsten Arbeiten zur Umwelt- und Abfallproblematik geschaffen. Der Soldat hielt zwar nur für wenige Tage Wache, aber die Arbeit setzte sich im Bewusstsein fest. Fünf Jahre später ließ Schult zum documenta-Start ein Flugzeug in die New Yorker Müllberge abstürzen und die Fernsehbilder nach Kassel übertragen.


Joseph Beuys (1921-1986): Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung (1972) Hatte Joseph Beuys die Lust an der Kunst verloren? Statt ein Werk in der documenta zu zeigen, richtete er im Kasseler Museum Fridericianum ein Büro ein, in dem er 100 Tage lang mit den Besuchern über Politik, Wirtschaft, Geld und Kunst diskutierte. Nein, Beuys hatte die Kunst nicht aufgegeben. Er hatte nur gesehen, dass ihm eine Ausstellung wie die documenta die Möglichkeit eröffnete, seine weit über die Kunst in die Gesellschaft reichenden Ideen vorzutragen. Die Gedanken waren dabei genauso Teil seiner künstlerischen Arbeit wie die Werke, die er aus den neu gewonnenen Vorstellungen entwickelte. Damals deutete sich an, dass er nach Wegen suchte, um direkt in der Gesellschaft wirksam zu werden. Zehn Jahre später gelang ihm das mit dem Projekt „7000 Eichen“.


Chuck Close (*1940): John, Acryl auf Leinwand (1971)

Dreimal hatte die documenta versucht, der Kunst den Realismus auszutreiben. 1972 aber war er mit neuer Kraft wieder da. Und zwar in verschärfter Form. Die junge Generation der Fotorealisten arbeitete nicht nur genau nach der Natur, sondern folgte in der Malerei exakt den Fotovorlagen. Im vielfach vergrößerten Gesicht des Mannes („John“) sah man nicht nur Falten und Poren. Auch die Unschärfen der Fotografie wurden übernommen. Das Abbild hatte eine neue Wirklichkeit geschaffen, und die war in den Großporträts von Close zu sehen. 20 Jahre später brauchte die Fotografie nicht mehr diese malerischen Übersetzungen, sondern stellte selbst diese übergenauen Großformate her.


Claes Oldenburg (*1929): Maus Museum, 1972

In der Eingangshalle der Neuen Galerie waren Werke der Künstler zu sehen, die sich mit dem Museum auseinander setzten. Marcel Broodthaers zeigte sein Modell eines Adler-Museums. Der schwedisch-amerikanische Künstler Claes Oldenburg hatte in Form eines Mickey-Maus-Kopfes einen flachen Museumsbau bauen lassen. Im Inneren sah man in den Glasvitrinen Kitschobjekte und andere Kuriositäten, die Oldenburg in Läden zusammengekauft hatte. Manchmal war noch das Preisschild zu sehen. Dazwischen hatte er fast unauffällig eigene Objekte gestreut, mit denen er Gegenstände aus der Konsumwelt parodierte oder eigene Formen ausprobierte. Die Wirklichkeit hatte das Museum erobert. Oder umgekehrt: Die Auslage im Warenhaus hatte musealen Charakter gewonnen. Direktor des Museums war Kasper König, der heute Leiter des Museums Ludwig in Köln ist.


James Lee Byars (1932-1997): Calling German Names, 1972

Der Amerikaner James Lee Byars war ein Zeremonienmeister der Kunst. Wo er auftrat, verbreitete er Feierlichkeit. Mal erschien er ganz in Weiß, dann in Rot und dann wieder in einem goldenen Anzug mit schwarzem Zylinder. Er setzte Zeichen und regte zum Nachdenken an – über Leben und Tod, über Schönheit und Perfektion. Er war ein Poet und ein Priester. 1972, als er kaum bekannt war, trat er als Performance-Künstler auf, der die Menschen irritierte. Vom Giebel des Portikus am Fridericianum rief er deutsche Vornamen aus. Fast noch wichtiger als sein Rufen war seine Erscheinung: Er erweiterte die Reihe der Statuen auf dem Fridericianum um eine lebendige (rote) Figur.


Edward Kienholz (1927-1994): Five Car Stud, Environment (1969-72)

Wieder einmal zog Edward Kienholz die Besucher in seine Arbeit hinein, deren sozialer Kritik sie sich nicht entziehen konnten. Trotz einiger Initiativen zur Aufhebung der Rassentrennung, waren in weiten Teilen der USA die Schwarzen noch Ausgeschlossene. In einem Rundzelt hatte Kienholz eine brutale, gespenstische Szene nachgestellt: Weiße Amerikaner hatten mit ihren Autos den Wagen eines Schwarzen gestoppt, der eine weiße Frau bei sich hatte. Im Licht der Autoscheinwerfer sah man, wie die Weißen mit Masken über ihren Gesichtern den Schwarzen festhielten und kastrierten. Der Schwarze hatte statt eines Körpers eine Wanne, in dem das Wort Nigger schwamm.


Panamarenko (*1940): The Aeromodeller (1970/71) Der Traum vom Fliegen ist alt. Aber er wird immer wieder neu geträumt – von Technikern und von Künstlern. Der Belgier Panamarenko setzt die Träume in Bilder und Objekte um. Seine Fluggeräte, die er über viele Jahre anfertigte, haben die besten Voraussetzungen zum Fliegen, können aber doch nicht abheben. Sie bleiben eben Geschöpfe der Poesie. Das Luftschiff, das Panamarenko im Museum Fridericianum zeigte, wirkte groß und zerbrechlich. In dem Saal erweckte es den Eindruck, als sei es wie ein großes Tier gefangen und würde davon fliegen, falls sich nur eine Möglichkeit dazu ergäbe. Von dem Luftschiff mit seinem handfesten Förderkorb ging eine beruhigende, meditative Wirkung aus.


Charles Wilp (*1935): Nonne im Limonadenrausch, 1968

Eigentlich sollte die documenta 1972 eine einzige Besucherschule werden, in der die Sprache der Bilder genau verglichen und analysiert werden sollte. Die documenta erhielt zwar ihre Besucherschule von Bazon Brock, das Ursprungskonzept konnte aber nicht so konsequent umgesetzt werden. Es blieb aber der Ansatz, unterschiedliche Bildwelten miteinander zu vergleichen. Zur Kunst kamen religiöser und politischer Kitsch, politische Plakate, „Spiegel“-Titel und auch Werbung. Ein Ehrenplatz wurde dem Werbefotografen und –gestalter Charles Wilp eingeräumt, der in den 60er-Jahren vor allem mit seiner Afri-Cola-Werbung für Aufsehen sorgte. Er war einer der Miterfinder der emotionalisierten Werbung.

Texte für das documenta-mobil (2005)

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1955: documenta - 1959: II. documenta - 1964: documenta III - 1968: 4. documenta - 1972: documenta 5 (mit Bildergalerie) - 1977: documenta 6 (mit Bildergalerie) - 1982: documenta 7 - 1987: documenta 8 - 1992: Documenta IX - 1997: documenta X - 2002: Documenta11 (mit Bildergalerie) - 2007: documenta 12 (mit Bildergalerien) - 2012: documenta 13 - Arnold Bode-Preis - 2017: documenta 14

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