Evangelische Kirche Wettesingen

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An der evangelischen Kirche in Wettesingen

Die heute evangelische Kirche in Wettesingen wurde erstmals im Jahre 1252 erwähnt. Erbaut im frühen 12. Jahrhundert, ist die Wettesinger Kirche eines der ältesten Gotteshäuser in der Region. [1] Sie gehört zu den schönsten Dorfkirchen in Nordhessen.

Der Name der „Andreas-Kirche“ gründet sich auf das Andreaskreuz, das sich im Chorgewölbe und an der Kanzel aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts findet. Ursprünglich war die Kirche „Unserer lieben Frau“ gewidmet, was aus einer Urkunde des Erzbistums Mainz aus dem Jahre 1490 hervorgeht.

Inhaltsverzeichnis

Bauwerk

Der älteste Teil des Bauwerks ist der noch vorhandene Wehrturm, der als das älteste noch erhaltene Bauwerk im Wolfhager Land und im Burgendreiecks Desenberg - Calenberg - Malsburg (an einer alten Handelsstrasse) gilt. [2]

Glocken vor der Kirche

Das angebaute Kirchenschiff entstand im romanischen Baustil mit Bruchsteinmauerwerk und einem Sandstein-eingedeckten Dach.

Im Innern der Kirche befinden sich im Gewölbe und an den Wänden des Chorraums spätgotische Malereien aus dem Jahre 1485, die nach der Reformation übertüncht und erst im Jahre 1934 bei Renovierungsarbeiten wieder freigelegt wurden. Erhalten geblieben ist der Taufstein aus dem Jahre 1600.

Die Kirche stand zunächst unter dem Patronat der Grafen von Everstein, ab Mitte des 13. Jahrhunderts unter dem Patronat des Zisterzienser-Nonnenklosters Wormeln, in späterer Zeit der Herren von Calenberg, bis das Patronat nach deren Aussterben im Jahre 1813 auf das Kurfürstentum Hessen überging.

Ab 2009 wurde mit erheblichen Sanierungsarbeiten an der Kirche begonnen. Nachdem der Wettesinger Kirchturm instandgesetzt und bei der Dacheindeckung aus Kostengründen der alte Sandstein durch Schiefer ersetzt worden war, folgte mit der Dachsanierung des Kirchenschiffes der noch erheblich umfangreichere zweite Bauabschnitt. Hier blieb es bei der historischen Sandsteineindeckung.

siehe auch

An der Kirche in Wettesingen

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. HNA-online vom 22.7.2010: Sandstein aufs Dach
  2. Informationen auf www.pfarramt-wettesingen.de

Weblinks

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