Evangelische Kirche Rhoden

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Blick zur Kirche in Rhoden

Nach einem Stadtbrand im Jahre 1735, bei dem von 217 Wohnhäusern in Rhoden 149 abbrannten, wurde die evangelische Pfarrkirche in Rhoden neu errichtet.

Bauwerk

Beim Bau der Kirche wurden Überreste der alten Kirche verwandt, darunter ein gotisches Fenster an der östlichen Wandseite. Der Wiederaufbau der Kirche als barocke Saalkirche - wie auch der übrigen Stadt Rhoden - erfolgte seinerzeit unter der Bauleitung von Julius Ludwig Rothweil.

Die Stadtkirche in ihrer heutigen Form besteht seit 1736, hat aber seither Veränderungen, besonders im Innenraum, erfahren. So waren für den Kirchenvorstand ursprünglich die Sitzbänke auf der linken Seite des Chorraums, wo er dem Fürsten gegenüber saß, vorgesehen. Gegenüber findet sich das waldeckische Fürstenwappen, wobei die Zeit einer Residenzkirche in Rhoden nur von 1645 bis 1664 währte.

Die Kanzel der Kirche mit goldverziertem Schalldeckel befindet sich über dem Altar, eigentlich ein Zeichen einer reformierten Kirche, obwohl die waldeckische Kirche lutherisch war. Ein typisches Zeichen einer lutherischen Kirche ist demgegenüber die Abtrennung vor dem Altar, die dem Stein-Altar eine besondere Gewichtung innerhalb des Kirchraums verleiht.

Galerie

Ansicht vom Schloss
Abdruck des Tympanons aus der Alt-Rodener Kirche im Eingangsbereich
Kirchturm der Stadtkirche


Geschichte

Zunächst entstand die romanische Kirche (heute: Kirchenruine) in Alt-Rhoden. Alt-Rhoden wurde bereits im frühen 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt und lag etwa einen Kilometer weiter nördlich von der heutigen Stadt entfernt. An die langjährige Begräbnisstätte erinnern bis heute zahlreiche Grabplatten und -steine auf dem Kirchhof, bevor 1637 in Rhoden ein neuer Friedhof angelegt wurde.

Die ehemalige Bartholomäuskirche in Alt-Rhoden verfiel im 19. Jahrhundert zur Ruine. Bis zum Bau der Stadtkirche in der neuen Stadt Rhoden hatte die Pfarrei ihren Sitz in Alt-Rhoden, einer der ältesten Siedlungen im Waldecker Raum, die im 14. Jahrhundert "wüst" fiel.

Ein romanisches Tympanon aus der Alt-Rhodener Kirche (entstanden im 11. Jahrhundert) befindet sich heute in der Kirche in Rhoden.

Innenansicht der Kirche

In den Jahren 1228 bis 1230 wurde auf dem Hagenberg eine Burg errichtet und in deren Schutz entstand die neue befestigte Stadt Rhoden, im Jahre 1237 erstmals urkundlich von Graf Adolf I. von Waldeck und Schwalenberg (als Rothem in Castro) benannt.

Im 13. Jahrhundert wurde die erste Stadtkirche erbaut, die nach einem großen Stadtbrand wieder errichtet wurde.

Die heutige barocke Kirche mit mächtigem Westturm entstand unter Berücksichtigung der Überreste der alten Kirche, darunter ein gotisches Fenster an der östlichen Wandseite.

siehe auch

Weblinks