Evangelische Kirche Niederelsungen

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Kirche in Niederelsungen

Die Kirche in Niederelsungen wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist das weithin sichtbare Wahrzeichen des heutigen Wolfhager Ortsteils.

Neben der Kirche liegt die „alte Schule“, die heute im Besitz der Kirchengemeinde ist und als Gemeindehaus genutzt wird.

Bauwerk

Prägend für das Ortsbild ist die frühgotische Kirche mit romanischem Westturm (mit Satteldach und barockem Dachreiter).

In der Westwand der Kirche sind Teile der zerstörten Burg Rodersen verbaut worden.

Das Kirchenschiff ist gotischen Ursprungs, flachgedeckt und beherbergt einen Taufstein und eine Steinkanzel aus dem 17. Jahrhundert.

Geschichte

Für die ersten Erwähnungen im Jahre 778 gilt, dass eine eindeutige Lokalisierung des genannten Elsungen nicht möglich ist. Alle Indizien weisen darauf hin, dass wir es mit einem sächsischen Niederelsungen und einem fränkischen Oberelsungen zu tun haben, so dass wir keinesfalls von einem einheitlichen Elsungen sprechen können.

Die Kirche in Niederelsungen

Niederelsungen kam durch Tausch vom Kloster Fulda an Herzog Eberhard von Franken, der bei einem Aufstand gegen Kaiser Otto unterlag und getötet wurde. Kaiser Otto schenkte Niederelsungen der Kirche in Magdeburg.

Offenbar bestand zunächst eine gemeinsame Pfarrei Elsungen. Ein Pfarrer in Niederelsungen wurde erstmal 1262 erwähnt. Nach der Darstellung bei Falckenhainer war 1296 Johann von Helfenberg Patron der Kirche von Elsungen.

Neben den Landgrafen von Hessen wurden die Herren von Calenberg Gerichtsherren in Niederelsungen und besaßen damit die Macht. Die Besitzungen des Klosters Volkhardinghausen und der anderen Klöster Ahnaberg, Weißenstein, Burghasungen und Eppenberg sowie des Adels wie derer von Twiste, von Ehringen, von der Malsburg blieben ohne Bedeutung, soweit es die Herrschaft selbst anbelangt.

Auch der Ortsadel gelangte zu keiner größeren Bedeutung. 1457 verkaufte Rabe von Calenberg Niederelsungen an die Herren von Gudenberg. In deren Hand blieb der Ort bis zum Aussterben des Geschlechtes in 1534.

Die Einführung der Reformation in Hessen und die damit verbundene Auflösung der Klöster brachte auch für Niederelsungen mancherlei Veränderungen mit sich. Vor allem konnten die Malsburger ihren Einfluss beträchtlich erweitern. Sichtbarer Ausdruck der Veränderungen innerhalb der Kirche auf Gemeindeebene war die Einsetzung von evangelischen Pfarrern. Die gemeinsame Pfarrei Elsungen stand vor der Reformation unter dem Dekanat Schützeberg. Lange Jahre nach der Reformation gehört die protestantische Pfarrei Niederelsungen im Jahre 1872 zu Zierenberg, die Herren von der Malsburg waren zu dieser Zeit Patrone der Kirche.

Literatur

siehe auch

Niederelsungen - Ortsansicht

Sanierungsarbeiten 2013

Bei Sanierungsarbeiten in der Niederelsunger Kirche wurden 2013 sensationelle historische Funde entdeckt.

Neben den bereits im vergangenen Dezember 2012 ausgegrabenen Grundmauern und circa 500 weiteren Bodenfunden aus dem 9. Jahrhundert, traten nun eine barocke Inschrift (vermutlich Psalm 67, 2 bis 8) und darunter figürliche Wandmalereien aus dem Mittelalter ans Licht. Der Zeichenstil wird in die Zeit der Gotik – also ins Spätmittelalter um 1200 bis 1500 – datiert. [1]

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. HNA-online vom 20.9.2013 - Niederelsunger Kirche: Überraschende Funde bei Restaurierung

Weblinks