Etuis-Mertl

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Etuis-Mertl ist ein traditionsreiches Kasseler Einzelhandelsunternehmen, das vornehmlich Taschen, Koffer und Lederwaren verkauft.

Standorte

Der Familienbetrieb hat zwei Standorte in Kassel. Einer befindet sich seit 1955 in der Friedrich-Ebert-Straße im Vorderen Westen. Der andere Laden ist in der Wilhelmsstraße in der Innenstadt. Er wurde 1983 eröffnet.

Geschichte

Hans Mertl gründete die Firma im Jahr 1910 am Lutherplatz neben der Martinskirche. Für handgefertigte Muster- und Kollektionskoffer mit allerlei Fächern und Schubladen, mit denen Vertreter ihre Waren präsentierten, gab es bis in die 1970er-Jahre einen Bedarf. Solche ledernen Behältnisse stellte Etuis-Mertl auch für den speziellen Bedarf von Sammlern her, etwa zur Aufbewahrung von Tabakspfeifen und wertvollen Schachfiguren.

Auch für den letzten Schah von Persien hat die Firma gearbeitet: Mohammed Reza Pahlavi hatte sich 1959 bei Wegmann in der Eisenbahnbaustadt Kassel einen Luxus-Privatzug bauen lassen. Die Besteckschubladen für die feinen Salonwagen hat damals Etuis-Mertl geliefert.

Walter und Christa Pape gaben am 12. Oktober 2015 die Geschäftsführung der zu diesem Zeitpunkt 105-jährigen Kasseler Lederwarenfachhandlung Etuis-Mertl offiziell an ihre Tochter Martina Pape und deren Ehemann Matthias Pape-Herwig ab.

siehe auch

Weblinks und Quellen