Esse

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Die Esse bei Hümme

Die Esse ist ein Flüsschen im Landkreis Kassel.

Sie entspringt in der Nähe von Espenau-Hohenkirchen und mündet nach fast 30 km bei Trendelburg-Stammen in die Diemel.

Flussverlauf

Die Esse entspringt bei Hohenkirchen auf 260 m Höhe und verläuft dann in nördlicher Richtung in der Hofgeismarer Rötsenke in einem 1 bis 2 km breiten Tal.

An der Esse liegen die Stadtgebiete von Grebenstein und Hofgeismar.

In Hofgeismar mündet die Lempe in die Esse.

Weiter durchfließt die Esse Hümme und mündet vor der Stadt Trendelburg in Stammen nach etwa 25 km Gesamtverlauf auf etwa 120 m Höhe in die Diemel.

Geschichte

Die Esse entspringt in Hohenkirchen und mündet bei Stammen in die Diemel. Von Grebenstein an bis nach Stammen wird die Esse von einer Bahntrasse begleitet, deren Bau als Friedrich-Wilhelms-Nordbahn vor ca. 150 Jahren zu vielfältigen Eingriffen in den Esseverlauf führte. Zwischen 1710 und 1730 wurde am Landgraf-Carl-Kanal gebaut, der dann auch von Karlshafen bis Hümme, wenn auch unter Schwierigkeiten, schiffbar war. Auch das kleine Flüsschen Esse spielte dabei eine bescheidene Rolle. Erst mit dem Tode des Landgrafen wurde der Kanalbau eingestellt.

Im Essetal

Das Essetal

Das Essetal wird im Osten durch den Reinhardswald vom Wesertal geschieden.

Im Talbecken rund um die Stadt Hofgeismar stellt der Kelzer Berg im Westen eine Begrenzung dar, ebenso ein Höhenzug, der nach Westen hin das Essetal vom Tal der Warme abgrenzt mit der Hochfläche des Meßhagens. Weiter nördlich davon liegen die Erhebungen des Rosenbergs, des Wattbergs und schließlich der Heuberg.

Essetalbrücke

Bau der Brücke Umgehungsstraße B83 aus Richtung Offenberg gesehen. Im Hintergrund der Westberg, rechts die Häuser "Am Echelnberg"

Die größte Brücke an Bundes-, Land- und Kreisstraßen im Landkreis Kassel ist die Essetalbrücke. Die 400-Meter lange Brücke entstand im Zuge der B 83-Ortsumfahrung Hofgeismar.

siehe auch:

Zuflüsse der Esse

Kunst und Kultur

"Stein der alten Essebrücke" vor der Dorfscheune in Hümme

Mit dem Projekt Vier Flüsse setzt sich eine Initiative von Heidi Rühlmann (Kasseler Kulturpreisträgerin) mit Aktionen im öffentlichen Raum an Ahna, Bauna, Esse und Warme auseinander.

Thematische Anhaltspunkte bieten etwa Hohenkirchen mit seiner Geschichte als Bergbaugebiet für Eisen- und Manganerz seit dem 16. Jahrhundert, Immenhausen mit dem Glasmuseum, Grebenstein mit seine historischen Stadtkern, die ehemalige Kreisstadt Hofgeismar und ihr Stadtteil Bad Gesundbrunnen oder das Hofgut Stammen.

Wassermühlen an der Esse

Westlich vom Hofgeismarer Stadtteil Gesundbrunnen liegt die Kabemühle an der Esse. Bis zum Jahre 1923 wurde hier ein Wasserrad von 4,25 m Durchmesser angetrieben.

Auch das benötigte Wasser zum Betrieb der Hofgeismarer Steinmühle (an der Bahnstrecke Kassel – Warburg) kam aus der Esse. In den Jahren 1877 bis 1917 wurde hier neben einer Mahlmühle auch eine Sägemühle betrieben. Zwei Wasserräder mit einem Durchmesser von 4,60 m bzw. 5,32 m standen zur Verfügung, die im Jahre 1892 gegen eine Turbine ausgetauscht wurden.

Eine reine Mahlmühle war dagegen die Hagenmühle aus dem 18. Jahrhundert, die bereits in den 1880-er Jahren stillgelegt wurde.

(Anmerkung: nicht zu verwechseln ist die "Hagenmühle" mit der weiter im Süden gelegenen "Hagemühle" in Grebenstein. Die Grebensteiner Wassermühle der Familie Hold blickt auf eine lange Tradition seit dem Dreißigjährigen Krieg zurück, was in einem Artikel in der Hofgeismarer Ausgabe der HNA vom 29.10.2007 gewürdigt wurde. Der jetztige Müller, Hans Konrad Hold ist nach diesem Artikel der letzte seiner Zunft im Kreisteil.)

Weitere Mühlen an der Esse:

siehe auch

Weblinks