Espol

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Espol ist ein Stadtteil von Hardegsen im Landkreis Northeim in Südniedersachsen.

Geographie

Espol liegt am Ostrand des Sollings zwischen Solling und Weper in einem Tal.

Westlich des Dorfs verläuft die Espolde vereinigt, die etwa 500 m nordwestlich des Ortskerns entspringt und nahe Nörten-Hardenberg in die Leine mündet.

Zu Espol gehört auch das Forsthaus Espol, ca. 700 m südöstlich des Ortes an der Straße nach Üssinghausen gelegen.

Nachbarorte sind Fredelsloh (4 km nördlich), Nienhagen (3 km östlich (Luftlinie) auf der anderen Seite der Weper), Delliehausen (3 km Luftlinie südwestlich auf der anderen Seite der Hardegser Köpfe) und Üssinghausen (2 km südöstlich).

Geschichte

Die erste bekannte urkundliche Erwähnung stammt aus einer Urkunde des Fredelsloher Stiftes vom 30. September 1280. Darin werden den Dörfern Espol (damals Espele) und Krumele Pfarrrechte zugesprochen (vgl. Horst Gramatzki: Das Stift Fredelsloh von der Gründung bis zum Erlöschen seines Konvents, S. 61 bei Google Books. Im Umkreis von Espol liegen die später wüst gefallenen Dörfer Krumele, Withighusen und Fredelshagen.

Espol gehörte bis zur Verwaltungsreform im Königreich Hannover im Jahre 1852 zum Amt Uslar, wurde dann aber dem Amt Moringen zugeschlagen, zu dem bereits seit 1820 das Amt Hardegsen gehörte.

1974 wurde Espol ein Ortsteil der Stadt Hardegsen.

Kirche

Die Kapelle in Espol gehörte zur Pfarrgemeinde Fredelsloh und gehört heute zur Trinitatis-Kirchengemeinde Leine-Weper. Der einfache Fachwerkbau bildet mit der ehemaligen Dorfschule einen Baukörper und wurde im Jahre 1811 anstelle eines Vorgängerbaus errichtet.

Literatur

  • Heinrich Rakebrandt, Espol 1280-1980 - 700 Jahre - Geschichte eines Dorfes, Hardegsen 1986
  • C. Kämmerer, P. F. Lufen, Baudenkmale in Niedersachsen, Band 7.1: Landkreis Northeim, Südlicher Teil, Hameln 2002, S. 114 ff.

siehe auch

Vereine

Im Dorf gibt es neben dem Heimat- und Kulturverein beispielsweise die Kyffhäuser-Kameradschaft, die Freiwillige Feuerwehr, den Kapellenchor und den Spielmannszug (gemeinsam mit den Nachbardörfern Trögen und Üssinghausen).

Verkehrsanbindung

Durch Espol führt die Landstraße L553 von Fredelsloh nach Hardegsen. Der nächste Bahnhof befindet sich in Hardegsen.

Wandern

Ein Wanderziel in Ortsnähe ist die Weper mit ihrem unter Naturschutz stehenden Hang und der Sohnrey-Hütte.

Wussten Sie schon ...

  • ... dass die Espoler früher aus Baumschwämmen Zunder hergestellt und verkauft haben? Streichhölzer gab es ja noch nicht. Man nannte die Espoler daher die Tunderstokers. (Heinrich Rakebrandt, Ortsheimatpfleger Espol)

Weblinks