Eschwege-Neustädter Kirche

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Neustädter Kirche "St. Katharina"

Zu den mittelalterlichen Kirchen in Eschwege gehört die Neustädter Kirche" (St. Katharina), eine dreischiffige, spätgotische Hallenkirche aus dem 15. Jahrhundert.

Bauwerk und Geschichte

Die zweitälteste Kirche der Stadt Eschwege entstand an Stelle einer älteren Vorgängerkapelle.

Im Jahre 1340 wurden sowohl die damalige St. Katharinenkirche - als Kapelle des Stadtteils Neustadt - als auch die Kapelle St. Godehard (die spätere Nikolaikirche, von der heute noch als Rest der Nikolaiturm besteht) zu eigenständigen Pfarreien erklärt.

Die dreischiffige Hallenkirche in der Eschweger Neustadt entstand als ein später Nachbau der Marburger Elisabethkirche, im Innern getragen von acht schlanken Rundstützen mit Laubkapitellen im oberen Bereich.

Von 1474 bis 1480 wurde der Chorraum errichtet, danach in den Jahren 1484 bis 1492 das Langhaus, wobei die Einwölbung erst 1520 abgeschlossen war, wie die Jahreszahl am Schlussstein belegt.

Nach der Reformation wurde die Kirche ab 1537 als evangelisches Gotteshaus genutzt.

Der neogotische Turm wurde erst im Jahre 1862 fertiggestellt.

Im Innern der Kirche sind Netz-, Stern- und Kreuzgewölbe zu sehen. Besonders sehenswert sind aber die im Jahre 1509 von Heinrich von Eschwege gestiftete Steinkanzel, die wohl bedeutendste spätgotische Steinkanzel Hessens, sowie ein alter Gewölbeschlussstein in der Vorhalle der Kirche, der Katharina von Alexandria zeigt, die Namenspatronin der Kirche.

Galerie

Innenansicht
Orgelempore
ehem. Pfarrhaus


siehe auch

Weblinks

Gotischer Gewölbe-Schlußstein, der Katharina von Alexandria zeigt, die Namenspatronin der Kirche.