Endlich wieder Kirmesvergnügen

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Bild aus der HNA vom 19.03. 2011

Adam Ritze (75) aus Hertingshausen, eigentlich ein waschechter Altenbaunaer, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte des Bauna-Tals und mit Geschichten aus alten Zeiten. In unserer Serie erzählt Ritze aus seinen Erinnerungen und ergänzt sie mit Fakten, die er zusammengetragen hat.

Serienteil: "Endlich wieder Kirmesvergnügen"

HNA Bericht vom 19.03.2011

Die ersten Jahre nach dem Krieg – im Laufe der Zeit wurden auch im Dorfleben von Altenbauna neue Interessen geweckt. Unser Jahrgang hat sich komplett in unserem Sportverein – KSV Altenbauna – angemeldet. Im Saal der Gastwirtschaft Freitag wurde dann an allen möglichen Geräten mit mehr oder weniger Erfolg geturnt. Später wurde dann Leichtathletik daraus, und auch das Interesse am Fußballspiel wurde geweckt. Der erste Fußballplatz wurde auf „Kirchhobs“ Wiese gleich hinter dem Bahndamm provisorisch eingerichtet. Das war genau da, wo eine Luftmine eingeschlagen war. Heute sind dort die Kleingärten. „Unser größtes Problem bestand aber darin, dass wir nur bis 22 Uhr im Saal mitfeiern durften.“ ADam Ritze

Der eigentliche Sportplatz wurde aber einige Zeit später auf einer Wiese vom Bauer Brede, direkt hinter den Häusern vom Mühlenweg (Langenbergstraße) angelegt. Heute steht an dieser Stelle die Theodor-Heuss-Schule.

Auch die Geselligkeit im Gesangverein 1871 Altenbauna wollten wir uns nicht entgehen lassen, deshalb traten mehrere von uns Jugendlichen bei. Das fand besonders mein Interesse, weil damals mein Großvater der 1. Vorsitzende und auch mein Vater dabei war. Somit habe ich die dritte Generation verkörpert. Aber auch traditionelle Feste, wie Kirmes oder Erntedankfest, wurden wieder gefeiert. Das war natürlich für uns Jugendliche etwas ganz Neues. Während des Krieges und auch noch in den ersten Jahren danach hatte davon keine Rede sein können. Begleitung war nötig

Unser größtes Problem bestand aber darin, dass wir nur bis 22 Uhr im Saal mitfeiern durften. Es sei denn, man war in Begleitung eines Erwachsenen. Aber bei den wenigsten traf das zu. Sollte der Dorfpolizist wirklich mal auftauchen, dann haben wir fluchtartig – durch Fenster und Hintertüren – den Tanzsaal verlassen. Ein Polizist reichte also aus, um die Ordnung wieder herzustellen. Heute wäre wahrscheinlich ein Sondereinsatz nötig.

Dieser Artikel ist am 19.3.2011 erschienen unter dem Titel "Endlich wieder Kirmesvergnügen - In den Nachkriegsjahren entwickelte sich das Gemeinschaftsleben neu – Auch der Sport nahm Aufschwung".

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