Empfershausen

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Empfershausen ist ein Ortsteil der nordhessischen Gemeinde Körle im Schwalm-Eder-Kreis mit ca. 300 Einwohnern.

Alter/Jahre: 705, Einwohner: 275, Fläche/Hektar: 706, Vereine: 4.

Spitzname: "Hasen"; das Waldarbeiterdorf war früher ein Heckennest, so sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen.

Der Ortsteile besteht aus den Ortsteilen Oberempfershausen und Nieder- oder auch Unterempfershausen.

Geschichte

Empfershausen wird 1303 als "Engelbrechteshusen" erstmals urkundlich erwähnt, 1460 wird es als "Enffirteshusen" und 1485 als "Einffershausen" genannt.

Im Jahr 1456 sind zwei Höfe im "Pfluggeldregister" verzeichnet. Empfershausen gehört zum Unteramt Körle und zum Amt Melsungen.

Bis 1526 war Empfershausen vermutlich ein Filial der Kirche zu Wollrode, dann wurde es ein Filial der Kirche in Eiterhagen. 1575 wird im "Salbuch der Rentherey Milsungen" erklärt dass Empfershausen "jetztund" vom Pfarrer aus Eiterhagen gepredigt werde. Im "Salbuch" werden im gleichen Jahr erstmals die beiden noch bestehenden Ortsteile Obereinffershausen und Nieder- bzw. Untereinffershausen genannt. 1585 hat der Ort 9 Haushaltungen.

Im Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 dürfte über Empfershausen ebenso viel Leid gekommen sein wie über die übrige Region. Allerdings scheint die Dorfsubstanz den Krieg fast unbeschadet überstanden zu haben.

1740 gibt es eine Dorfschule, die älteren Kinder müssen zur Schule nach Eiterhagen gehen. Im Jahr 1743 wird ein "Lager-, Stück- und Steuerbuch" mit "Specialbeschreibung" erstellt. 1747 hat Empfershausen 16 Haushaltungen.

1772 wird die Kirche in Unterempfershausen errichtet, ob es an dieser Stelle vorher bereits ein Gotteshaus gab ist unklar.

1820 hat Empfershausen 173 Einwohner

1887 findet eine Verkoppelung der gesamten Feldmark statt und es werden im Ober- und Unterdorf steinerne Brücken über die Mülmisch gebaut. 1899 wird ein neues Schulhaus wird gebaut.

1924 Empfershausen hat 224 Einwohner

Empfershausens wird 1926 an die Bahnbuslinie Kassel - Dörnhagen - Körle - Eiterhagen angeschlossen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg werden Heimatvertriebene und Flüchtlinge im Dorf aufgenommen, die Einwohnerzal steigt dadurch auf 418.

1962 Das Dorf hat 288 Einwohner.

In den Jahren 1965 und 1968 suchen Unwetter Empfershausen heim, die schwere Überschwemmungsschäden verursachten.

Im Jahr 1966 wird das Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht.

Im Rahmen der Gebietsreform des Landes Hessen wurde Empfershausen am 1. Februar 1971 in die Gemeinde Körle eingemeindet.

Siehe auch

Weblinks


Ortsteile der Gemeinde Körle
Wappenkoerle.jpg

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