Elisabeth-Pilgerpfad

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Ansicht der Wartburg

Der Elisabethpfad verläuft von der Wartburg in Eisenach bis nach Marburg (zur Grabeskirche der Heiligen Elisabeth).

Ein "Stern" mit sieben Zacken ist das Pilgersymbol für den Elisabethpfad, der zugleich als Weg der Jakobspilger ausgeschildert ist und zum Netz der europäischen Jakobswege gehört.

Der Weg folgt im wesenlichen einer alten Handelsstraße "Durch die Langen Hessen" und ist sowohl mit dem Logo des Vereins Elisabethpfad als auch dem Muschelzeichen für den Weg der Jakobspilger gekennzeichnet. Nur in einzelnen Abschnitten weichen die beiden Wege voneinander ab.

Eröffnung und Verlauf

Der Elisabethpfad wurde im Jahr 2007 während der Feierlichkeiten zum 800. Geburtstag der heiligen Elisabeth eingeweiht und hat eine Länge von 193 Kilometern.

Er führt vom ehemaligen Wohnort der Elisabeth von Thüringen auf der Wartburg in Eisenach über Creuzburg in den Werra-Meißner-Kreis (Willershausen, Ringgau, Netra, Röhrda, Wichmannshausen, Hoheneiche, Kirchhosbach, Waldkappel sowie Reichenbach) und in den Schwalm-Eder-Kreis mit Spangenberg, Melsungen, Dagobertshausen, Homberg (Efze), Frielendorf und Treysa.

In der Nähe des Spiesturms bei Spieskappel gibt es neben dem historischen Pfad (über Schönborn, Leimsfeld nach Ziegenhain) einen zweiten Weg über Obergrenzebach und Trutzhain nach Ziegenhain. Die Wallfahrtskirche Trutzhain ist eine von vier katholischen Kirchen auf dem ökumenischen Pilgerweg durch Nord- und Mittelhessen. Sie beherbergt die Madonna von Quinau (mater gravida) und wird jährlich am ersten Sonntag im Juli zum Treffpunkt der Quinauer Wallfahrt.

Am Ziel, der Elisabethkirche in Marburg, schon im Mittelalter ein bedeutender Wallfahrtsort, treffen sich gleich mehrere Elisabethpfade.

Geschichte

Die Heilige Elisabeth von Thüringen (1207-1231) gilt als Sinnbild tätiger Nächstenliebe und gehört zu den bekanntesten Heiligen im deutschen Sprachraum.

Als Landgräfin kehrte nach dem Tod ihres Ehemannes Landgraf Ludwig IV. von Thüringen dem Hofleben in Eisenach den Rücken, um u. a. als Spitalschwester in dem von ihr gegründeten Marburger Hospital für Bedürftige zu sorgen.

1235 wurde sie von Papst Gregor IX. heilig gesprochen und im gleichen Jahr wurde damit begonnen, über ihrem Grabmal in Marburg die Elisabethkirche zu errichten.

siehe auch

Elisabethkirche in Eisenach

Weblinks