Elisabeth Consbruch

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Elisbeth Consbruch gehörte zu den Frauen, die im Jahre 1919 als erste in die Kasseler Stadtverordnetenversammlung gewählt wurden.

Die Deutschnationale Elisabeth Consbruch war damals über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt und hatte bereits - erfolglos - für die Nationalversammlung kandidiert.

Es gibt kaum eine caritative Vereinigung, in der diese Frau sich nicht aktiv engagierte. Ihr größtes Engagement galt dem Deutsch-Evangelischen Frauenbund, der das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld gründete.

Nach ihr wurde in Kassel die Elisabeth-Consbruch-Straße benannt.

Geschichte

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden am 19. Januar 1919 die Nationalversammlung, am 26. Januar 1919 der Preußische Landtag und am 2. März 1919 die Kasseler Stadtverordnetenversammlung gewählt. "Frauen Cassels, Ihr müßt wählen!" lautete hier die Parole der Frauenvereine.

Tatsächlich zogen sechs Frauen ins Kasseler Parlament ein, in dem - mit einem Wahlergebnis von 51,4 Prozent der Stimmen - die SPD die Mehrheit hatte. Auf der Wahlliste der SPD mit 72 Plätzen standen damals drei Frauen, von denen zwei in die Stadtverordnetenversammlung einzogen: Minna Bernst und Amalie Wündisch.

Die „Bürgerlichen“ entsandten insgesamt vier Frauen: Elisabeth Consbruch (Deutschnationale Volkspartei), sowie Elisabeth Ganslandt, Johanna Waescher und Julie von Kästner (Deutsche Demokratische Partei).

Nach Minna Bernst, Elisabeth Consbruch, Johanna Waescher und Amalie Wündisch wurden im Bereich nahe der Eugen-Richter-Strasse und nördlich des Helleböhnwegs Strassen benannt, ebenso nach Julie von Kästner im Bereich Marbachshöhe.