Elfriede Zehnter

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Das documenta-Lexikon
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Elfriede Zehnter (18.11.1919 in Kassel - 20.11.2011 in Kassel) war als langjährige Verwaltungschefin der Komödie Kassel tätig. Sie war verheiratet mit Ernst Zehnter.

Leben

Gratulantenkreis zum 50-jährigen Bestehen der Komödie Kassel (von links): Direktor Horst Lateika, SPD-Bundestagsabgeordneter Gerd Rübenkönig, Lateika-Nachfolger Gerhard Fehn, die langjährige Verwaltungsleiterin und Ehrenmitglied Elfriede Zehnter und Bundesfinanzminister Hans Eichel.
Zehnter hatte Bankkauffrau gelernt und übte diesen Beruf zunächst auch aus. Ihr Mann Ernst Zehnter, ein Lehrer, der als Germanist, Künstler und Dramaturg tätig war, brachte sie mit der Theaterwelt bzw. mit der Komödie Kassel in Kontakt. Als sich die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aus der Neuen Bühne und dem Schauspielstudio gebildete Komödie Kassel etablierte, engagierte sich Elfriede Zehnter immer stärker für diese. Zunächst war sie ehrenamtlich für große Veränderungen wie den Umzug von einer Baracke in der Goethestraße ins neue Haus an der Friedrich-Engels-Straße verantwortlich. Von 1965 bis 2001 war sie hauptamtlich Verwaltungschefin und übernahm das Management der Theatertruppe.

„Sie war eine resolute Frau, die sich sehr für die Kunst in Kassel im Allgemeinen und für die Komödie im Besonderen engagierte und verdient gemacht hat“, sagt Hartmut Fritsche, der frühere Vorsitzende des Vereins Komödie. Zehnter habe ein großes Interesse an Menschen gehabt und sei sehr sozial gewesen.

Zu Elfriede Zehnters Leidenschaften gehörte außerdem das Puppenspiel und die Malschule, die sie mit ihrem Mann leitete.

2006 starb Elfriede Zehnters einziges Kind, Thomas Zehnter, der wenige Jahre zuvor die Nachfolge seiner Mutter als Verwaltungschef angetreten hatte, im Alter von 50 Jahren. Nach seinem Tod wurde der gemeinnützige Verein Komödie Kassel aufgelöst. Er wurde in eine GmbH umgewandelt, als die das Theater noch heute besteht.[1]

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. HNA-Artikel vom 29.11.2011: Trauer um Elfriede Zehnter