Eleanor Antin

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Das documenta-Lexikon
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Die Amerikanerin Eleanor Antin (Jahrgang 1935) arbeitet mit Performances, Fotografie und Filmen. Es geht ihr um Identität und Geschichte. Sie nahm an der documenta 12 teil.

Werk

Ihre Installation "The Angel of Mercy" (im Souterrain der Neuen Galerie) erzählt sie eine Geschichte, die Vorlage für einen großen Film sein könnte. Im Zentrum stehen der Krimkrieg und der Engel der Schlachtfelder, Florence Nightingale. Den Fotografen Philip Steinmetz ließ sie nachgestellte Szenen aufnehmen, die wie historische Dokumente aus dem Krieg und dem Einsatz der Krankenschwester bei der Versorgung der Verwundeten wirken. Die Arbeit, die sich über mehrere Räume entwickelt, wird durch "Pappfiguren" ergänzt, die aus den Bildern herausgestiegen zu sein scheinen. Die Brutalität des Krieges wird auf makabre Weise im ersten Raum angedeutet, wo Arme und Beine auf dem Boden liegen.

Eine zweite Arbeit (im Museum Fridericianum) erscheint wie ein Echo auf die zeitgenössische Gentechnik-Euphorie, ist aber bereits 40 Jahre alt: In einem Kasten präsentiert sie Blutproben von 100 Dichtern und Dichterinnen - so als könne man mit der Erforschung des Blutes dem Geheimnis der Dichtkunst und des Künstlertums auf die Spur kommen.

Weblinks und Quellen