Elbenberg

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Das Schloss in Elbenberg

Elbenberg ist ein Ortsteil von Naumburg im Landkreis Kassel in Nordhessen.

Geografie

Lage

Elbenberg liegt südöstlich der Kernstadt von Naumburg. Auch das rund zwei Kilometer entfernte Hofgut Waldhof gehört zu Elbenberg. Bewirtschaftet wird das landwirtschaftliche Kleinod von einer Familie, die dort Ferienwohnungen anbietet.

Einwohner und Gemarkungsfläche

In Elbenberg leben heute rund 1300 Menschen. die Gemarkungsfläche beträgt 1818 Hektar mit einem Waldflächenanteil von mehr als 1100 Hektar. Wahrzeichen ist das Elbenberger Türmchen, gelegen im ehemaligen Ort Elberberg.

Land- und Forstwirtschaft

Es handelt sich überwiegend um eine Wohngemeinde. Die Land- und Forstwirtschaft ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Dafür ist heute größter Arbeitgeber ein Alten- und Pflegeheim mit über 100 Plätzen. Allgemein verfügt der Ort über eine gute Infrastruktur, ein reges Vereinsleben und einen Ortsbeirat, der die lokalen Interessen der Dorfgemeinschaft auf städtischen Ebenen vertritt. [1]

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Elben als Aelvinu stammt aus dem Jahr 1074.

Die Gegend um das heutige Elbenberg und die alte Burg Elberberg waren bis zum 15. Jahrhundert kirchlicher Besitz und gehörten dem Stift St. Alban vor Mainz, das die Herren von Elben als Vögte in der Elber Mark einsetzten.

Das Elbenberger Schloss stammt aus dem 15. Jahrhundert. Seine heutige Gestalt erhielt das Bauwerk im 19. Jahrhundert.

Die Gemeinde Elbenberg entstand erst durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Dörfer Elben und Elberberg am 1. Januar 1967, heutiges Unter- und Oberdorf. Während in den beiden Dörfern Elben und Elberberg die Einwohner in der Silvesternacht in Feierlaune das neue Jahr 1967 begrüßten, leisteten die jeweiligen Gemeindevertreter einen gemeinsamen Arbeitseinsatz. Punkt 24 Uhr am 31. Dezember 1966 wechselten sie alle Ortschilder aus und ersetzten sie durch neue, auf denen nur noch der Name Elbenberg stand.

Im Zuge der Gebietsreform wurde Elbenberg dann mit Wirkung vom 1. Januar 1972 in die Stadt Naumburg eingegliedert.

Im Rahmen der kommunalen Neugliederung in Hessen schlossen sich die heutigen Stadtteile Naumburg, Altendorf, Altenstädt, Elbenberg, Heimarshausen zur Stadt Naumburg zusammen. [2]

Felsenkeller und Großstollenanlage

Einen Steinwurf entfernt vom Bachlauf der Elbe auf dem Gelände des Sportplatzes befinden sich der Felsenkeller und die Großstollenanlage Saphir. Im Zuge des Umbaus der Hartmühle zu einer Brauerei in 1852 wurde in den Hardtkopf für die Bierlagerung ein Keller gesprengt. Das Gelände vor dem Portal diente zudem als Festplatz. 1943/1944 wurde neben dem Felsenkeller die Großstollenanlage Saphir mit einer Länge von fast 1000 Metern und einer Fläche von 4160 Quadratmetern als Produktionsstätte der Kasseler Henschel-Werke intsalliert.[3]

Kirche

Die evangelische St. Martinskirche entstand an Stelle eines Vorgängerbaus als barocke Saalkirche im Jahre 1788 und gilt als Kleinod niederhessischer Barockarchitektur.

Das Patronatsrecht hat die Familie von Buttlar inne. Im Altarraum sieht man links neben dem bleiverglasten Fenster den Patronatsstand der Familie.

An die Stelle der „Euler–Orgel“ von 1931 trat im Jahre 1998 die neue „Noeske–Orgel“.

Persönlichkeiten

siehe auch

Vereine

Weblinks und Quellen

  1. [Faltblatt Unser Dorf vom August 2000]
  2. Zur Geschichte Elbenbergs
  3. [Aus der HNA vom 11. Juli 2011: Ein Ort stellt sich vor: Elbenberg]



Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

Ahnatal | Bad Emstal | Bad Karlshafen | Baunatal | Breuna | Calden | Espenau | Fuldabrück | Fuldatal | Grebenstein | Habichtswald | Helsa | Hofgeismar | Immenhausen | Kaufungen | Liebenau | Lohfelden | Naumburg | Nieste | Niestetal | Oberweser | Reinhardshagen | Schauenburg | Söhrewald | Trendelburg | Vellmar | Wahlsburg | Wolfhagen | Zierenberg