Eissporthalle Kassel

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Luftaufnahme des Geländes rund um das Auestadion vom August 1976. Rechts neben dem Auestadion wurde damals begonnen, die Eissporthalle zu bauen. Die Südtangente existierte noch nicht.

Die Kasseler Eissporthalle ist das Heimatstadion der Eishockey-Mannschaft Kassel Huskies. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Auestadion.

Geschichte

Seit 1977 existiert die Eissporthalle in Kassel. Die von Edith und Simon Kimm konzipierte Spielstätte machte es von Beginn an mehr als 3.000 Zuschauern möglich, die Spiele der damaligen ESG Kassel zu verfolgen. In den 1990er-Jahren wurde die Zuschauerkapazität der Halle auf 6.100 Plätze erweitert. Davon sind 2.720 Sitzplätze, von denen wiederum 250 Logenplätze. Die Halle bot den heutigen Kassel Huskies schon zum Start der Deutschen Eishockey Liga einen beachtlichen Zuschauerschnitt.

Die Eissporthalle dient auch als Veranstaltungsort, zum Beispiel für Konzerte. In der Wintersaison kann man dort Schlittschuh laufen.

Eishalle und Huskies

Die Kasseler Eissporthalle im Jahr 2013] wurde damals begonnen, die Eissporthalle zu bauen. Die Südtangente existierte noch nicht.

Nach die Kassel Huskies im August 2010 aus finanziellen Gründen ihre DEL-Lizenz verloren hatten, drohte die Schließung der Eishalle. Am 29. September 2010 platzten die Verhandlungen über den Erhalt des Geschäftsbetriebs in der Kasseler Eissporthalle. Der Geschäftsbetrieb sollte in eine neue Gesellschaft überführt werden, um den Spiel- und Trainingsbetrieb des Eishockey-Nachwuchses fortsetzen zu können.

Nach zähen Verhandlungen gelang es dem Huskies-Insolvenzverwalter Dr. Frank-Ludwig Danko, einen neuen Betreiber für die Eishalle zu finden. Am 1. Oktober 2010 wurde bekannt gegeben, dass der künftiger Betreiber die neu gegründete "Kasseler Eissporthalle Betriebsgesellschaft" ist. Geschäftsführer ist Stefan Traut. Den Vertrag als Betreiber hatte Traut mit dem Pächter der Halle, der Rosco GmbH, abgeschlossen. Er lief bis zum 1. Mai 2011.

Multihalle

Am 12. Oktober 2010 wurde bekannt, dass der Investor Dennis Rossing die Eissporthalle möglicherweise kaufen und ausbauen will: Er will die Kasseler Eissporthalle zu einer Multifunktionshalle mit 7000 Plätzen umbauen und gleichzeitig in der Salzmann-Fabrik ein Technisches Rathaus schaffen. Die Entscheidung, die Halle zu kaufen und umzubauen, macht Rossing aber von der Stadt abhängig.

Die amtlich genehmigte Zuschauerzahl der Eissporthalle ist möglicherweise mehrfach überschritten worden. Das wurde am 26. Oktober 2010 bekannt. Die Bauaufsicht genehmigt maximal 4718 Zuschauer bei einem Eishockeyspiel, 7404 bei Konzerten. Zu DEL- und Zweitligazeiten hieß es häufig, dass die Halle mit 6101 Zuschauern ausverkauft sei. Im Spiel gegen Landshut sollen es sogar 8000 gewesen sein. Das Thema kam auf, nachdem aus dem Umfeld des Investors Dennis Rossing in einem Brief an die Stadt dieser Umstand geschildert worden sein soll. Ob dieser Brief tatsächlich existiert, ist bislang unklar.

Dennis Rossing legt am 18. Dezember 2010 Pläne für den Umbau der Eissporthalle vor: Er will die in die Jahre gekommene Halle mit 14 Millionen Euro modernisieren. Das Projekt ist damit eine kleine Multihallen-Lösung: Vor allem sollen durch ein hohes Bühnenhaus große Konzerte mit bekannten Stars möglich sein. Durch eine ausfahrbare Teleskop-Tribüne gibt es im Bühnenbereich Stehplätze, wenn auf dem Spielfeld Sport geboten wird. Damit würde eine echte Arena mit Zuschauerplätzen auf allen vier Seiten des Spielfeldes entstehen.

Anfang Juli 2012 erklärte Rossing, er betrachte die Eishalle unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und sei noch nicht der Meinung, er würde nach dem Kauf und Umbau Geld mit ihr verdienen. Er habe zwar bereits einen Kaufvertrag mit dem Eigentümer Simon Kimm, könne aber noch bis zum 31. August 2012 davon zurücktreten. Er sei im Gespräch mit Kimm, es gehe dabei jedoch nur noch um Modalitäten, nicht um den Kaufpreis von 5 Millionen Euro.

Pünkltlich zum 31. August 2012 gab Rossing bekannt, dass er die Eishalle nicht kauft. Der Unternehmer aus Bad Hersfeld hatte sich nicht mit Eigentümer Kimm über die Frage einigen können, wann der Kaufpreis in Höhe von fünf Millionen Euro gezahlt werden muss.[1]

Kündigung des Mietvertrags

Am 29. Oktober 2012 wird bekannt, dass Simon Kimm (Eigentümer der Kasseler Eissporthalle) hat den Huskies den Mietvertrag zum 30. April 2013 gekündigt. Damit können die Eishockey-Profis zumindest die Saison 2012/2013 noch zu Ende spielen.

Hintergrund der Kündigung könnten geplatzte Vertragsverhandlungen zwischen Kimm und Dennis Rossing sein, dem Eigner der KEBG und der Huskies. Rossing hatte die Eishalle von Kimm für fünf Millionen Euro kaufen wollen, um sie in eine Multifunktionshalle umzubauen. Die Verhandlungen waren aber im August 2012 geplatzt, da man sich nicht über die Zahlungsmodalitäten einig wurde.[2]

Video zur Kündigung des Mietvertrages

Finanzielle Schwierigkeiten der KEBG

Im Dezember 2012 schalten die Städtischen Werke in der Eishalle den Strom ab, da die Betriebsgesellschaft mit Zahlungen im Rückstand ist.[3] Außerdem wird zu Beginn eines Spiels ein Teil der Einnahmen gepfändet. Der Grund: Die KEBG schuldet auch einem ehemaligen Spieler Geld.[4]

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Turbulenzen der KEBG bietet Kimm an, die Eissporthalle notfalls auch wieder selbst zu betreiben, um den Erhalt des Kasseler Eishockeys zu sichern.

Eine Beruhigung der Situation tritt ein als die Stadt Kassel und Rossing den Mietvertrag für das Technische Rathaus auf dem Salzmann-Areal ausgehandelt haben. Rossingt erklärt sich nun bereit, auch die ausstehende Sponsorensumme bei den Huskies zu begleichen.

Da die Zukunft der Eishalle jedoch auch weiterhin unsicher erscheint, fordern Husky-Fans in einem offenen Brief eine schnelle Einigung. Um den Ernst der Lage zu verdeutlichen, verlässt ein Teil der Zuschauer beim folgenden Spiel zum ersten Bully stumm die Plätze und die Halle für exakt 12:05 Minuten Spielzeit (es ist 5 nach 12!).

Video zur Protestaktion der Fans

Unterzeichnung des Mietvertrages

Am 22. April 2013 wurde der neue Mietvertrag laut Simon Kimm unterschrieben. Damit endete eine monatelange Zitterpartie über die Zukunft des Kasseler Eishockeys.[5]

Die Kasseler Eissporthallen-Betriebsgesellschaft KEBG überwies Mitte Januar 2013 die ausstehenden Mieten für Dezember und Januar an Halleneigner Simon Kimm.

Obwohl sich bezüglich der Modernisierung des Salzmann-Areals eine Einigung zwischen der Stadt Kassel und Rossing abzeichnete, sah Rossing - entgegen einer Zusage aus dem Jahr 2011 - nicht vor, die Eishalle auszubauen. Das Bauamt hatte aber noch keine Baugenehmigung erteilt. Es fehlten Unterlagen für den Bauantrag, weshalb die Realisierung von Rossings Projekt weiter verzögert wurde.

Eine Gruppe des Huskies-Beirats um den Baunataler Unternehmer Bernd Vogel (geo-Fennel) sowie den Unternehmensberater Edmund Schlummer (früher Bombardier) machte Hallenbesitzer Kimm Ende Januar ein neues Angebot zur weiteren Nutzung der Halle. Da die Interessenten den von Kimm geforderten Kaufpreis von 5 Millionen Euro jedoch für zu hoch hielten, strebten sie zunächst ein Mietverhältnis an. Auch Dennis Rossing kündigte an, erneut mit Kimm verhandeln zu wollen.

Da Simon Kimm jedoch nicht auf die Anfrage von Vogel und Schlummer reagierte, zogen die Interessenten ihr Angebot zurück.

Rossing und Kimm verhandelten Mitte März 2013 über einen neuen Mietvertrag, welcher jedoch zunächst nicht unterzeichnet wurde. Die Verhandlungen gestalteten sich jedoch schwierig und wurden auf Mitte April verlegt.

Am 17. April 2013 erklärte KEBG-Geschäftsführer Stefan Traut, dass der neue Mietvertrag zwischen den Eissporthallen-Eigentümern Kimm und der Kasseler Eissporthallen-Betriebsgesellschaft (KEBG) kurz vor der Unterzeichnung stehe.[6]

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Aus HNA.de vom 31. August 2012: Rossing kauft Kasseler Eissporthalle nicht
  2. Aus HNA.de vom 30. Oktober 2012
  3. Aus HNA.de vom 20. Dezember 2012: Eishalle: Strom abgeschaltet, dann zahlte Betriebsgesellschaft
  4. Aus HNA.de vom 21. Dezember 2012: Kasse bei den Kassel Huskies gepfändet
  5. Aus HNA.de vom 22. April 2013: Hallenfrage geklärt: Neuer Mietvertrag für Huskies
  6. Aus HNA.de vom 17. April 2013: Eissporthalle: Mietvertrag ist in Reichweite
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