Eisenberg

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  • Der nachfolgende Artikel informiert über den 562 m hohen Eisenberg in der Nähe des Korbacher Stadtteils Goldhausen.

Anders als der Name vermuten lässt, birgt der 562 m hohe Eisenberg beim Korbacher Stadtteil Goldhausen eine - wenn auch bescheidene - Goldader. Besucherbergwerk und Museum künden vom historischem Goldbergbau.

Vom Georg-Viktor-Turm hat man einen großartigen Blick bis hin zum Kellerwald und zum Habichtswald. Der Aussichtsturm steht an der Stelle, die im Mittelalter eine Burg der Grafen von Waldeck eingenommen hat. Der Turm wurde 1905 errichtet und ermöglicht heute einen Überblick auf den zwischen 1974 und 1985 restaurierten Grundriss der Burg aus dem 13. Jahrhundert.

Goldbergbau-Geschichte

In Goldhausen - heute ein Stadtteil von Korbach - wurde mehrere Jahrhunderte lang Gold abgebaut.

Die ehemalige Bergmannsiedlung ist klein, rund 300 Leute leben dort. Am Ort sind die Häuser an den Berg gebaut, die Straßen gehen kreuz und quer durch den Ort. Abgeriegelte Schachteingänge und Schutthalden, über die inzwischen Gras gewachsen ist und mit Steinen gefüllte Loren erinnern heute noch an die Zeit des Goldabbaus.

Am 19.2.2008 berichtete die Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ davon, dass im nordhessischen Eisenberg noch über eine Tonne des Edelmetalls Gold vermutet werden. Der Berg gilt als die grösste Goldlagerstätte Deutschlands und auch ein Großteil des „Edergolds“ stammt hierher. Im Ortsteil Mehlen der Gemeinde Edertal wird auch heute allen Interessierten die Möglichkeit gegeben, an der Eder Gold aus dem Schottern der Flussaue zu waschen.

Der Goldabbau am Eisenberg ist mühsam und hat sich zuletzt wirtschaftlich nicht mehr gelohnt. Anders war dies in früheren Jahrhunderten, als die Arbeitskräfte noch billig waren.

Aus der Zeit um das Jahr 1300 stammt der erste Schacht, mit dem der Tiefbau nach dem Gold begonnen wurde und erst im 17. Jahrhundert ging es mit dem Bergbau in Goldhausen zu Ende. Vergeblich war der Versuch des Bergbauexperten Karl-Theodor Rauschenbusch, die Mine in der 1930-er Jahren wieder in Betrieb zu nehmen. Über drei Jahren hinweg wurde damals vergeblich nach Gold gesucht.

Heute werden regelmäßige Führungen von Mai bis Oktober nach vorheriger Anmeldung angeboten.

Goldspur

Die Goldspur Eisenberg (in zwei Abschnitte untergliedert) ist ein Lehrpfad, der eindrucksvoll die montanhistorischen Spuren in Deutschlands reichster Goldlagerstätte dokumentiert (www.goldspureisenberg.de).

siehe auch

Wussten Sie schon ...

  • ... dass der Georg-Viktor-Aussichtsturm auf dem Eisenberg an der Stelle steht, die im Mittelalter eine Burg der Grafen von Waldeck eingenommen hat? Er wurde 1905 errichtet und ermöglicht heute einen einmaligen Überblick auf den zwischen 1974 und 1985 restaurierten Grundriss der Burg aus dem 13. Jahrhundert.
    Arndt Böttcher, Frankenberg

Weblinks