Ehemaliges Polizeipräsidium im Königstor

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Das Polizeipräsidium am Kasseler Königstor, das nach den Entwürfen des Königlichen Baurats Trimborn errichtet worden war, wurde im Juli 1907 offiziell eröffnet. Seit die Polizei 1999 aus dem Präsidium ausgezogen ist, gab es nur Interimsnutzer für die Immobilie. Derzeit nutzt die Museumslandschaft Hessen Kassel das Gebäude als Büro- und Lagerfläche. [1]

Geschichte

Der erste Spatenstich war im Herbst 1904 gemacht worden. In einem Zeitungsartikel wurde von "einem monumentalen Prachtbau, der, ohne an die gewohnten Regeln des Barock gebunden zu sein, sich doch in glücklichster Harmonie den in den oberen Stadtteilen vorherrschenden Barockbauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert passt".

NS-Zeit

Zwischen 1933 und 1945 war auch die Geheime Staatspolizei (Gestapo) in dem Gebäude untergebracht. Seit 1992 erinnert eine Gedenktafel, die an der Weigelstraße steht, an die mehr als 120 Gefangenen, die von der Gestapo im März 1945 in Kassel und Guxhagen ermordet worden sind.

Auszug der Polizei

Im Juli 1999 verließ die Polizei das Gebäude am Königstor und zog in das neue Polizeipräsidium im „Goldenen Loch“ am Kulturbahnhof, das für damals 110 Millionen Mark (über 56 Mio. Euro) gebaut worden war.


Kritik

1957 kam das Polizeipräsidium in die Schlagzeilen, weil verschiedene Stadtverordnete, wie auch Dr. Elisabeth Selbert, die Zustände im Polizeigewahrsam (winzige Zellen, schmutzige Matratzen) beanstandeten. Selbert sagte damals: „Was wir vorgefunden haben, war teilweise erschreckend.“

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Aus HNA.de vom 17. Januar 2012: Blick hinter die Kulissen: Das Polizeipräsidium am Königstor heute