Ehemalige Schulen in Hofgeismar

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Die ehemalige Stadtschule in Hofgeismar

Die ehemalige Stadtschule

Die ehemalige Stadtschule in Hofgeismar wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom Altstädter Kirchplatz in einen Neubau auf dem Pflanzenhagen verlegt.

Am "Unteren Graben" in Hofgeismar entstand ein für die damalige Zeit typischer Backsteinbau der späten Gründerzeitjahre. Im Obergeschoss des im Jahre 1891 errichteten Gebäudes (heute das Schulhaus der Brüder Grimm - Schule) hatten der Kantor Heinrich Rohde und der Lehrer Dänner ihre Wohnungen.

Auf dem Turnhagen am Sälber Tor entstand Ende des 19. Jahrunderts eine Turnhalle, in der auch die Hofgeismarer Schüler ihre Sportausbildung erhielten. Sie war der Vorgängerbau der zu Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Turnhalle auf dem angrenzenden Reithagen in Hofgeismar.

Höhere Schulen in Hofgeismar

Hofgeismar - Rathaus

Die höheren Schulen in Hofgeismar waren zunächst im heutigen Rathaus am Markt untergebracht.

Aus der Schulgeschichte

Die "höhere Schule" in Hofgeismar war zunächst im heutigen Rathaus am Markt untergebracht. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das ehemals zweigeschossige Bauwerk aufgestockt und umgestaltet und diente dann lange Jahre als Schulhaus.

Hier wurden ab 1856 die Klassen der Hofgeismarer Realschule untergebracht.

In das Erdgeschoss zog nach der Umgestaltung im Jahre 1856 die Stadtverwaltung, im ersten Obergeschoss wurden zunächst die Realklasse, ab 1872 dann die Klassen der "höheren Bürgerschule" untergebracht, woraus sich später ein Progymnasium und schließlich das Realgymnasium der Stadt entwickelte. Ab dem Jahre 1923 beanspruchte das Realgymnasium mit gymnasialer Oberstufe den gesamten Rathausbau.

Auch nach dem Zweiten Welkrieg blieb die Schule zunächst weiterhin im Rathaus untergebracht, es wurde allerdings auch in anderen Gebäuden der Stadt unterrichtet. Erst im Jahre 1953 konnte dann ein neues Schulhaus an der Magazinstrasse, die Albert Schweitzer - Schule, bezogen werden.

Quellen

  • Alt-Hofgeismar, Bilder aus einer vergangenen Zeit 1870 - 1925, herausgegeben und erläutert von Helmut Burmeister und Klaus-Peter Lange, Hofgeismar 1979

Aus der HNA vom 21.06.2006:

Latein spart Militärzeit

Eineinhalb Jahrhunderte höhere Bildung in Hofgeismar

Am 23. und 24. September dieses Jahres (2006) feiert die Albert-Schweitzer-Schule Hofgeismar ein Jubiläum: 150 Jahre weiterführende Schule. ...

1856 genehmigte die Kurhessische Regierung die Einrichtung von „Realklassen“, die im Rathaus untergebracht wurden.

In den folgenden Jahren kam es zu zahlreichen Veränderungen der Schulorganisation. Seit 1872 wurde die Hofgeismarer Schule als „Berechtigte Höhere Bürgerschule“ bezeichnet, seit 1878 als „Realschule erster Ordnung“. Diese Bezeichnung war für die Absolventen von großer Bedeutung. Durch das Bestehen der Abschlussprüfung reduzierte sich ihre Dienstzeit beim Militär auf ein Jahr. Da die Schüler ab der Klasse 5 Lateinunterricht erhalten hatten, konnten die „Einjährigen“ aber auch an einem Gymnasium – etwa in Kassel – ihr Abitur machen. ...

Die Gesamtzahl der Schüler lag am Ende des 19. Jahrhunderts bei knapp 100, d.h. pro Jahrgang wurde nur eine Klasse eingerichtet. ...

Unter den Hofgeismarer Schülern, die 1926 ihr Abitur bestanden, waren auch drei Mädchen. ...

Bereits vor dem 1. Weltkrieg waren Pläne zum Bau eines eigenen Schulgebäudes erarbeitet worden. Aus finanziellen Gründen ließen sie sich aber nicht verwirklichen. Die Schule blieb weiterhin im Rathaus untergebracht, nach 1945 wurde allerdings in mehreren Gebäuden in der Stadt unterrichtet. Erst 1953 konnte der Neubau der Schule in der Magazinstraße eingeweiht werden, die zu diesem Zeitpunkt auf Initiative des damaligen Direktors Dr. Fritz Hofmann ihren heutigen Namen Albert-Schweitzer-Schule erhielt.

Weblinks

Albert-Schweitzer-Schule Hofgeismar vor dem Umbau zum Hessen-Campus