Eduard von Moeller

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Eduard von Moeller wurde am 10. Dezember 1866 zum Ehrenbürger. Repro: HNA
Er machte die Gemäldegalerie für die Bürger zugänglich. Er ließ auch das hohe Eisengitter um das Palais Bellevue entfernen, das bis dahin den Blick nach innen versperrt hatte. Kein Zweifel, Eduard von Moeller war einer jener Politiker, die sich den Interessen des Volkes verschrieben hatten. Der erste Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau bekam am 10. Dezember 1866 die Kasseler Ehrenbürgerwürde verliehen.

Als Eduard von Moeller am 2. November 1880 starb, schrieb die Kölnische Zeitung in ihrem Nachruf: „Was von Moeller in seinem Leben Großes und Gutes gewirkt hat und dass er nicht bloß zu den hervorragendsten, sondern auch zu den hochherzigsten Staatsmännern unserer Zeit gehörte, das wird ihm unvergessen bleiben in der Geschichte des neu entstandenen Deutschlands.“

Ein gut gemeinter Artikel; in Kassel scheint er aber nicht auf große Resonanz gestoßen zu sein. Zwar beschloss der Kasseler Verschönerungsverein nach von Moellers Tod, „mit erlangter kaiserlicher Genehmigung durch Aufstellung seines Bildnisses in dem Tempelchen der Bellevue aus Dankbarkeit ein Denkmal zu stiften“. Im Bellevue landete das Denkmal letztlich nicht, dafür aber vor dem Südeingang der Gemäldegalerie. Unklar ist, was dann mit der Büste passierte. Gemäß der damaligen Adressbücher soll sie ab 1935 im Garten der Stadthalle aufgestellt gewesen sein.

Wahrscheinlich während des Zweiten Weltkriegs verschwand sie auch von dort. Die Stadt forderte zwar die Rückgabe der Büste, machte aber deutlich, dass der „Wiederbringer keine Belohnung“ zu erwarten habe.

Im westfälischen Minden geboren, wurde der Arztsohn nach seinem Referendariat bei der Regierung in Koblenz erst Landrat von Simmern, 1848 dann Regierungspräsident in Köln. Seinem Engagement verdanken die Kölner den Bau einer festen Rheinbrücke sowie die Fertigstellung des Doms.

1866, als Kurhessen in die preußische Monarchie einverleibt wurde, bekam er vom König den Titel eines Verwalters des Kurfürstentums übertragen, am 8. April 1867 wurde er erster Oberpräsident Preußens, zuständig für die Provinz Hessen-Nassau, die aus den Regierungsbezirken Kassel und Wiesbaden bestand.

1871 wurde er Oberpräsident von Elsass-Lothringen, das unter den Nachwirkungen des deutsch-französischen Krieges zu leiden hatte. Dort beseitigte er viele Kriegsschäden und kümmerte sich um den Ausbau der neuen Universität von Straßburg.

Krank geworden, siedelte er 1879 wieder nach Kassel um, wo er am 2. November 1880 starb. Sein Ehrengrab hat er auf dem Kasseler Hauptfriedhof, die Stadt kümmert sich um dessen Pflege.

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