Eco-Pfad Söhrewald

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Grafik: HNA
Loren im engen Stollen im Akkord mit Kohle füllen, ständig in Angst vor einem Wassereinbruch leben: Der Stellberg in der Söhre war ein Arbeitsplatz für harte, starke Männer. Zwei von denen, die den Knochenjob noch gemacht haben, Peter und Günther Schwerdtner, waren im Juli 2010 zwischen Wellerode und Wattenbach bei der Einweihung des 14. Geschichtspfades im Landkreis Kassel dabei.

Drei Stunden kann man auf einer Strecke von neuneinhalb Kilometern auf den Spuren des Bergbaus in der Söhre wandeln, entlang des Karlsstollens, vorbei am Wiesenschacht und der ehemaligen Zeche Tiefenrod bis zum früheren Tagebau, dem heutigen Stellbergsee. Vom Ende des 18. Jahrhunderts bis 1967 wurde dort im Untertage- und im Tagebau Braunkohle gefördert.

Wissenschaftler Dr. Thilo Warneke hat die geschichtlichen Hintergründe auf den Tafeln der sechs Stationen der Wanderung geschrieben. Der Geschichtskreis Söhrewald hat den Löwenanteil der Fotos für die Tafeln beigesteuert.

Der Bauhof der Gemeinde hat mit seinem Einsatz zur Herrichtung der Wege mit dafür gesorgt, dass die Kosten des Pfads sich in Grenzen halten: Die rund 19 000 Euro teilen sich das Land Hessen und die Gemeinde Söhrewald.

Der Hessisch-Waldeckische Gebirgs- und Heimatverein (HWGHV) hat dem Eco-Pfad ein Zertifikat ausgestellt, das diesen als geprüften und für sehr gut befundenen Wanderweg ausweist.

Der Geschichtskreis Söhrewald bietet Führungen an, Tel. 0 56 08/26 17.