Eco-Pfad Gläsnertal

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Im Jahr 2009 fertiggestellt wurde der Eco-Pfad Gläsnertal bei Nieste am historischen Standort der Großen Niestehütte.

Weiden-Iglus stehen symbolisch für große Glasöfen. Der Eco-Pfad erinnert den Wanderer in einer heute stimmungsvollen Waldwiesen-Landschaft daran, dass der Kaufunger Wald seit dem späten Mittelalter ein Zentrum der deutschen Glasproduktion war.

Aufbau des Pfades

Der neun Kilometer lange Pfad umfasst fünf Stationen, die Wanderern die Tradition der Waldglasherstellung in Erinnerung rufen sollen. Am Wanderparkplatz Bunte Bock kurz hinter dem Ortsausgang von Nieste in Richtung Witzenhausen beginnt der Pfad.

Geschichte

Glasproduktion im Gläsnertal

Im Kaufunger Wald bei Nieste fällten einst Holzfäller Bäume, legten Köhler Kohlenmeiler an, und bauten Glasbläser aus Ton ihre Öfen, die sie mit der Holzkohle heizten, um ihr Quarzsandgemisch mit Pottasche zu verflüssigen. Daraus entstand dann das grünlich schimmernde Waldglas, das mit Fuhrwerken und auf der Fulda zu Händlern und Märkten abtransportiert wurde.

Belegt sind die Glashütten im Kaufunger Wald von 1446 bis gegen 1700, bevor die Geschicht der Gläsnerei endete und große Teile des Waldes abgeholzt waren. In den größeren der etwa 90 Hütten dürften bis zu 50 Menschen gearbeitet haben. Und aus Großalmerode ist überliefert, dass die Gläsnerzunft hier einmal im Jahr bei einem Treffen Verstöße gegen die Zunftordnung ahndete.

Museum

Im Glas- und Keramikmuseum in Großalmerode erhalten Besucher einen Einblick in die Geschichte der Glasherstellung im Gebiet des Kaufunger Walds.

siehe auch

Weblinks und Quellen