Eco-Pfad Dörnberg

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Blick zu den Helfensteinen
Hinweistafel am Eco-Pfad

Der Eco-Pfad Archäologie Dörnberg verläuft rund um den Hohen Dörnberg und vermittelt Wissenswertes über die Helfensteine und die hier vermutete Burg, den mit 476 Metern steil aufragenden Hohlestein, die Wichtelkirche (auch „Blumenstein“ genannt) oder die ehemals hier gelegene Ringwallanlage.

Auch der dortige Segelflugverein ist mit einem Beitrag vertreten.

Stationen des Eco-Pfads

Ringwall

Auf dem wenig bewaldeten Gipfelplateau des Hohen Dörnbergs ist noch deutlich sichtbar die Struktur eines mehrere hundert Meter langen, fast dreiecksförmigen Ringwalls zu erkennen. Sein Alter ist nicht zweifelsfrei geklärt, vermutlich stammt er aus der Jungsteinzeit.

Helfensteine

Auch rund um die Basaltgruppe Helfenstein sind Bodenspuren unklaren Alters vorhanden.

Der Dörnberg war bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. besiedelt. Eine besonders lang anhaltende Besiedlung ist in der Eisenzeit nachzuweisen. 1920 wurden in der Umgebung einige gut erhaltene Pfeilspitzen aus weißem Flint gefunden. Darüber hinaus wurde ein spitznackiges Steinbeil mit angefangener Durchbohrung bei der Kolonie Friedrichstein entdeckt.

Eine Wallanlage bei dem größten Felsen der Helfensteine, mit einem künstlichen, etwa ca. 100 m langen Graben aus dem 12./ 13. Jahrhundert, deutet auf eine ehemalige hochmittelalterliche Burg hin.

Hohlestein

Am Hohlestein, einem hohen Basaltfelsen befand sich eine Ringwallanlage, vermutlich schon aus der Eisenzeit.

Bodenfunde belegen aber auch eine mittelalterliche Besiedelung im 12. und 13. Jahrhundert.

Wichtelkirche

Die Feste „von Blumenstein“ war einer der kleinsten Burgen im Zierenberger Raum, die auf dem Basaltfelsen Blumenstein lag.

Nach einer Sage wird dieser heute "Wichtelkirche" genannt.

Die ehemalige Burg gehörte dem Geschlecht „von Blumenstein“, das - ebenso wie die Wüstung Blumenstein - ab dem 13. Jahrhundert nachgewiesen werden kann und mit der Zerstörung der Burg Mitte des 14. Jahrhunderts offenbar zunehmend seinen Einfluss verlor. Funde belegen jedenfalls, dass unmittelbar am Felsen der „Wichtelkirche“ einst ein Gebäude errichtet worden war.

Die Sage von der Wichtelkirche

Um die „Wichtelkirche“ rankt eine Sage, die auf das Ende der germanischen Religion und den Beginn der christlichen Religion in dieser Region hinweist:

Einst verliebte sich ein listiger Wichtelkönig in ein junges Mädchen aus Zierenberg und begegnete ihr in Menschengestalt. Doch die beiden trennte ihr unterschiedlicher Glaube und nur unter der Bedingung, dass er Christ werde, sollte die Hochzeit stattfinden. Eigens für die Vermählung baute er eine kleine Kirche aus funkelndem Bergkristall an der Quelle des Heilerbachs. Doch für das Mädchen blieb die schöne Kirche kalt und seelenlos, so dass es die Ehe ablehnte. Darauf verwandelte sich die Kirche in graues Basaltgestein.


siehe auch

Segelflugplatz unterhalb der Helfensteine

Weblinks