Druckerei Keseberg

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Am 11. Januar 1867 gründete Louis Keseberg sein Unternehmen in dem damaligen Garnisonsstädtchen Hofgeismar in einem Büro an der Marktstraße. Rasch wuchs das Unternehmen, in dem später auch die Hofgeismarer Zeitung erschien. Der Jahrgang aus dem Jahr 1875 wird heute im Stadtmuseum aufbewahrt.

Ende des 19. Jahrhunderts wechselte Keseberg mit seinem Unternehmen in eine Villa an der Bahnhofstraße/ Ecke Fürstenweg und errichtete nebenan eine neue Druckerei. Die Druckerei stellte Pässe für das Heer, Postkarten, Briefbögen oder Schützenscheiben her. Im Auftrag der Heeresverwaltung wurden aber auch Stoffe bedruckt. Ebenso entstanden Namensschilder für zahlreiche Soldaten-Spinde und andere Bedarfsartikel auf den Hofgeismarer Maschinen, an denen bis zu 130 Mitarbeiter tätig waren. Dem Druckereibesitzer Keseberg kam in der damaligen Zeit eine Erfindung des heimischen Apothekers Roppen zugute, der eine Tinte erfunden hatte, die sich nicht abwaschen ließ.

Im Jahr 1913 ging die Druckerei an eine Gesellschaft über, sie hieß nunmehr: Buch- und Kunstdruckerei GmbH. Seinerzeit hatte der geschäftliche Erfolg des Unternehmens schon deutlich nachgelassen. Die damals täglich erscheinende Hofgeismarer Zeitung wechselte 1920 an Paul Schulz.

Literatur

  • Antje Thon, Soldaten kannten die Stadt - Druckerei gab vielen Menschen Arbeit, und die Hofgeismarer bekamen ihre erste Zeitung, Artikel in der HNA - Ausgabe Hofgeismar vom 17.12.2009

siehe auch