Dransfeld

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Dransfeld gehört zur Samtgemeinde Dransfeld im Landkreis Göttingen in Südniedersachsen.

Geografie

Streckenverlauf der "Hannoverschen Südbahn"

Lage

Dransfeld liegt östlich des Bramwalds auf einer Hochfläche.

Gliederung

Die Samtgemeinde ist der verwaltungsmäßige Zusammenschluss von vier Gemeinden und der Gemeinden sowie der Stadt Dransfeld.

Die Stadt Dransfeld wiederum besteht aus den Ortschaften Dransfeld, Bördel, Varmissen und Ossenfeld.

Samtgemeinde Dransfeld

Zur heutigen Samtgemeinde Dransfeld gehören:

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Die Gegend um Dransfeld blickt auf eine lange Siedlungsgeschichte zurück, was Funde aus der Stein- und Bronzezeit belegen.

In einer Schenkungsurkunde von König Otto I. an das Kloster Hilwartshausen im Jahre 960 wird der Ort als Threnesfelde erstmals urkundlich erwähnt, wobei das alte Dorf zwischen "Langer Trift" und "Pastorenberg" im Felde der "Dranse-Dramisa" (kleine Dramme) lag.

In einem Stich aus dem Jahre 1610 wird die Stadt noch mit zwei Kirchen, Mauern, Gräben, Türmen und Toren dargestellt, bevor die Altstadt von einem verheerenden Feuer im Jahre 1634 betroffen wurde. Neben der mittelalterliche St. Martini - Kirche gab es ursprünglich eine zweite Kirche, die St. Johanniskirche in den Mauern der Stadt. Sie lag dicht hinter dem „Göttinger Stadttor“ an der Langen Straße (dem Fernhandelsweg KasselMündenGöttingen), wo um das Jahr 1220 am städtischen Marktplatz eine Kirche im gotischen Baustil errichtet wurde, die dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht war.

Die Kirche brannte 1611 nach einem Blitzschlag aus und im Jahre 1779 zusammen mit den Stadttoren abgebrochen.

Von der ehemaligen Stadtbefestigung ist der Pulverturm am Wallweg erhalten geblieben, der im Laufe seiner Geschichte auch Pulverhaus (1636), Huckels Thurm (1750), Knust Turm (1774 – 1847) und Clußturm (1883) hieß.

Ein weiterer Brand wütete im Jahre 1834 in der Stadt, dem auch große Teile der mittelalterlichen St. Martini - Kirche zum Opfer fielen. Diese wurde in einer Urkunde aus dem Jahr 1062 erstmals erwähnt und war dem heiligen Martin geweiht. An ihrer Stelle entstand die heutige St. Martini Kirche, die im Herbst 1841 nach vierjähriger Bauzeit eingeweiht wurde. Sie wurde im neoklassizistischen Stil errichtet, wobei Teile des Kirchturms erhalten geblieben sind.

Eine jüdische Gemeinde ist seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Dransfeld nachgewiesen, was auch die ehemalige Synagoge in der Gerlandstraße und der jüdische Friedhof belegen.

Im Jahre 1856 wurde die Eisenbahnlinie, die „Hannöversche Südbahn“ eröffnet, die von Hannover über Göttingen und Hann. Münden nach Kassel führte. Der Basalt vom Hohen Hagen und vom Dransberg diente als Gleisunterbau und die Bahnstation in Dransfeld wurde mit einem großzügigen Bahnhof ausgestattet. Am 8. Mai 1856 wurde der Bahnverkehr auf dem Teilstück Göttingen - Münden in Betrieb genommen, bevor am 31. Mai 1980 der letzte Personenzug die Strecke befuhr. 1987 wurde auch der regelmäßige Güterverkehr eingestellt und bis zu Beginn der 1990-er Jahre befuhren noch einzelne Güterzüge die Eisenbahnstrecke, mit deren Rückbau ab 1995 begonnen wurde.

In Richtung Groß Ellershausen führt heute ein Radwanderweg teilweise auf dem alten Bahndamm.

siehe auch:

Hasenmelker

Der Bürgermeister Georg Grünewald fasste Im Jahre 1610 die "Histohrge von den Hasenmelkers un Asinus Freters" in plattdeutsche Reime. Hintergrund der Geschichte sind häufige Auseinandersetzungen in früheren Jahren um das Nutzungs- und Jagdrecht der Dransfelder am Hohen Hagen.

Kirchengemeinden

Evangelische Kirchengemeinde:

Katholische Kirchengemeinde:

Literatur

  • Friedel Rehkop, Stadt Dransfeld - Ein geschichtlicher Rückblick vom 19. Jahrhundert bis zur Frühzeit (Band 1) unter Mitarbeit von Karl-Alfred Weiß, 1. Auflage 1999

Museum

Partnerschaften

Städtepartnerschaften bestehen

  • mit der Stadt Rothenburg (Oberlausitz) und
  • mit Descartes (Frankreich).

Weiterhin unterhält die Samtgemeinde Dransfeld eine Partnerschaft mit der Gemeinde Rácalmás in Ungarn.

Persönlichkeiten

Sehenswürdigkeiten

Auf dem Hohen Hagen (480 m ü. NN) befindet sich der 51 m hohe Gaußturm, der an Carl Friedrich Gauß erinnert. Vom Hohen Hagen führte er die Gradvermessung des Königreichs Hannover durch.

Das Gauß- und Heimatmuseum Dransfeld zeigt unter anderem eine Ausstellung mit Nachbauten der Gauß´schen Vermessungsgeräte.

Die Geschichte des Hohen Hagens, als einem der nördlichsten Vulkane, und dessen geologische Besonderheiten macht ein Geologie- und Bergbaupfad erlebbar.

St. Martini - Kirche

Die St. Martini Kirche in Dransfeld wurde im Herbst 1841 nach vierjähriger Bauzeit eingeweiht, nachdem die mittelalterliche Vorgängerkirche bei einem Stadtbrand Ende Januar 1834 abgebrannt war. Die Kirche wurde nach den Plänen des Baumeisters Friedrich August Ludwig Hellner im neoklassizistischen Stil erbaut, wobei Teile des Kirchturms erhalten geblieben sind.

siehe auch

Wandern

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Göttingen
Wappen Landkreis Goettingen.png

Adelebsen | Bovenden | Samtgemeinde Dransfeld | Duderstadt | Friedland | Samtgemeinde Gieboldehausen | Gleichen | Göttingen | Hann. Münden | Samtgemeinde Radolfshausen | Rosdorf | Staufenberg/ Nds.