Dr. Franz Kuhn

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Dr. Franz Kuhn (1866-1929) war der erste Chirurg am Elisabeth-Krankenhaus in Kassel und ein Pionier in der Medizin. Er gilt als Begründer der modernen Anästhesie, weil er 1901 die Intubationsnarkose in der Chirurgie einführte.

Nachdem er bei einer Zugfahrt dem Apotheker Carl Braun begegnete, entwickelte man gemeinsam steriles, resorbierbares Nahtmaterial - ein Meilenstein in der Chirurgie, aber auch für die Entwicklung des heutigen Weltunternehmens B. Braun Melsungen. [1]

Geschichte

Viel Interessantes hatte der Apotheker Carl Braun aus Melsungen auf dem Treffen der Ärzte und Naturforscher 1908 in Köln gehört, aber nichts war von direktem Nutzen für ihn. Seine große Stunde schlug auf der Rückfahrt. Im Speisewagen des Zuges traf er den Mann, mit dem er vom Pharmazeuten zum Industriellen wurde: den Chirurgen Dr. Franz Kuhn. Der Chefarzt des Elisabeth-Krankenhauses in Kassel hatte ein Verfahren zur sterilen Produktion von Katgut, medizinischem Nahtmaterial aus Hammeldarm, entwickelt und erprobt. Ihm fehlte jedoch ein Partner für die Fertigung im großen Stil. Carl Braun stieg ein.

Katgut hatte den Vorteil, dass es resorbierbar ist, sich im Körper also nach einiger Zeit auflöst, galt aber als Keimüberträger. Chirurgen schlossen Wunden zu dieser Zeit meist mit Seide, Zwirn, Pferde- oder Menschenhaar. Die Firma B. Braun war das erste deutsche Unternehmen, das chemisch steriles Katgut herstellte. Im Katalog von 1910 wurde das Sterilkatgut Kuhn zum ersten Mal angeboten, schon in den folgenden Katalogen stand es an erster Stelle.

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. HNA vom 10.04.11: "Medizingeschichte ist spannend"

Weblinks