Dorfkirche

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oder "**Bettenhäuser Symboldreieck**"

in Bettenhausen; siehe auch Marienkirche und Dorfkirche Bettenhausen**

Die Dorfkirche in Bettenhausen so könnte man auf den ersten Blick glauben, hat vermutlich und anscheinend keine große Kirchengeschichte, jedenfalls wird sie nicht besonders in der Chronik zum Eintrag Bettenhausen und auch nicht im Eintrag Agathof erwähnt. Jedoch ist die Marienkirche (so ist ihr Name), beileibe keine "Graue Maus"; nein, sie steht relativ zentral im alten Ortskern, auch gar nicht mal weit seitlich nördlich der Leipziger Straße, aber der Verkehr, der Verkehr...! - Im Beitrag "Marienkirche" erfolgt eine detaillierte Chronik und Würdigung -

Wenn man sich dazu die alte "Niveau Karte von dem Kurfürstenthum Hessen", Blatt 16 Cassel, v.1859 genau ansieht, ergeben sich auch interessante Aspekte; vor allem da ja auf dieser Karte von Kassel aus der Zeit des "Kurfürstentums Hessen" alles zwischen Fuldaaue und Bettenhausen noch so "ursprünglich und leer" ist. Auch die nähere Kirchenumgebung deutet auf eine früher gebräuchliche Nutzung hin, nämlich auf eine Friedhofsanordnung um den Kirchenbau.

So ergibt sich beim Blick auf vg. Karte, ein fast Symboldreieck mit den Ecken "Gemeinschaftskraft", hierfür steht die Bettenhäuser Dorfkirche im "südlichen Eck", dann für "Wirtschaft" steht der Agathof als "Ostecke" an der "Kreuzung" von Sandershäuser Straße mit dem "Bach" der weiter abwärts kurz vor der Einmündung in oder der Vereinigung mit dem von Süden kommenden Wahlebach, mit "Die Losse"(?) auf der alten Karte bezeichnet ist. Dieser erkennbare Bach wird auch "Neue Losse" oder auch "Mühlkanal der Losse" genannt und war die offensichtliche Wasserzuführung zum Agathof und vermutlich auch noch "Mühlgraben" der Richtung Kassel liegenden damaligen Oelmühle; als dritte Ecke dieses symbolisch gedachten Dreiecks ist ein Chausseehaus an der Leipziger Straße mit der Bezeichnung "Bettelbachbrücke" zu sehen, diese Ecke steht für "Verkehr". Und Verkehr hat Bettenhausen ja heute über alle Maßen; also die Bettenhäuser Attribute: Gemeinschaft, Wirtschaft und Verkehr**!

An dieser westlichen Ecke des "Bettenhäuser Symboldreiecks" zweigen ab nach Süden, die damals noch mit "Fuldaer Straße" bezeichnete Nürnberger Straße, bzw. zwischenzeitlich und heute mit veränderter Linienführung "Bundesstraße B83"; wobei das heute verbliebene ursprüngliche "alte" Straßenstück Söhre Straße heißt und an der Lilienthal Straße endet; nach Norden zweigt von der Leipziger ab - und ist in der vg. Karte mit "Hannoversche Straße" benannt, die heutige Sandershäuser Straße. In dieser Karte ist auch die Losse noch in freier Meandrierung zu sehen, wogegen sie ja heute quasi in einem Kanal verläuft. In diesem oben definiertem Dreieck, lag damals nördlich der "Leipziger" das Landeskrankenhaus; jedoch der damalige "Siechenhof" befindet sich auf der vg. Karte, unmittelbar westlich des Abgangs der heutigen Sandershäuser Straße auf nördlicher Straßenseite.

Noch ein Nachsatz zur Losse**: Diese kommt schon in Niederkaufungen als stattlicher Bach an, der nach seiner "Reise" von ca. 15 km aus seinem Quellgebiet, dem "Verbindungsrücken" zwischem dem südlichen Kaufunger-Wald und östlichem Söhre-Wald - "irgendwo um Hessisch-Lichtenau", nun am Ortsrand von N-K. in Richtung Bettenhausen noch vom zweiquelligen Setzebach "aufgefüllt" wird. Die weiteren ca. 10 km sind "oben" und im Eintrag "Agathof" geschildert.

- H.-J.Schulz,17.4.06 -