Documenta 14

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Die documenta 14 findet vom 10. Juni bis 17. September 2017 in Kassel statt.

Als künstlerischer Leiter wurde Adam Szymczyk am 22. November 2013 vom documenta-Aufsichtsrat berufen.

Adam Szymczyk ist künstlerischer Leiter

Adam Szymczyk bei der Pressekonferenz zu seiner Ernennung als künstlerischer Leiter der documenta 14

Adam Szymczyk ist der künstlerische Leiter der documenta 14 in Kassel. Er wurde am 22. November 2013 vom documenta-Aufsichtsrat berufen und der Presse vorgestellt. Er wird sein Amt am 1. Januar 2014 antreten, die documenta 14 findet 2017 statt. Der gebürtige Pole war ab 2003 Direktor und Chefkurator der Kunsthalle Basel.[1] Damit wird er Nachfolger von Carolyn Christov-Bakargiev, die 2012 die documenta 13 geleitet hatte.

Der documenta-Aufsichtsrat berief Adam Szymczyk einstimmig und folgte damit dem Vorschlag der achtköpfigen Findungskommission.[2] Das international besetzte Gremium bestand aus

  • Chris Dercon (Direktor der Tate Gallery of Modern Art in London),
  • Susanne Gaensheimer (Direktorin des Museums für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt),
  • Matthias Mühling (Kurator und designierter Direktor im Lenbachhaus in München),
  • Osvaldo Sánchez (Direktor von inSite05, Mexiko-Stadt),
  • Suzanne Cotter, Direktorin des Serralves Museum of Contemporary Art (Porto)
  • Joanna Mytkowska, Kuratorin am Museum für Modern Art Warschau.
  • Kim Hong-hee, Direktor des Seoul Museum of Art
  • Koyo Kouoh, Künstlerische Direktorin der Raw Material Company in Dakar (Senegal)[3]

Zur Entscheidung der Findungskommission sagte Koyo Kouoh, im Auswahlverfahren habe Szymczyk „die klarsten Pläne“ vorgestellt, die eine ganz frische, intellektuelle kuratorische Dimension vermittelt hätten. Szymczyks kuratorische Laufbahn stehe für unstillbare Neugier, Integrität und Recherche. Er habe mit großer Intensität und Dringlichkeit unerwartete künstlerische Praktiken sichtbar gemacht. [4]

Geschichte

Geschichte der documenta

100. Geburtstag Arnold Bode, Sonderpostwertzeichen Deutschland, Erstausgabe 09.11.2000

Die documenta ist die weltweit bedeutendste Ausstellung für zeitgenössische Kunst. Sie findet seit 1955 ursprünglich alle vier, inzwischen alle fünf Jahre für die Dauer von 100 Tagen in Kassel statt.

Arnold Bode (1900-1977) gilt als der Vater der documenta. Der Maler, Ausstellungsgestalter und Kunstprofessor hatte bereits in den 1920er-Jahren wegweisende Ausstellungen in der Orangerie in Kassel mitorganisiert.

1955 nutzten er und seine Freunde die Bundesgartenschau, um im Museum Fridericianum die erste documenta zu organisieren, die die Kunst der Moderne seit 1900 vorstellte. Bode blieb bis 1968 maßgeblicher Organisator der documenten.

"Allein die documenta wird die Stadt für Jahrzehnte in die europäische Kulturdiskussion einschalten." Als Friedrich Herbordt dies in seinem Rückblick auf das Jahr 1955 schrieb, konnte er nicht ahnen, daß die Kunstausstellung, die im Sommer 134 850 Besucher in das Fridericianum gelockt hatte, einmal zur festen Adresse im internationalen Ausstellungskalender werden sollte. Allerdings hatte Arnold Bode - zusammen mit anderen Kunstfreunden - die documenta von Anfang an als eine im festen Rhythmus wiederkehrende Ausstellung gedacht. Doch zu jener Zeit war es undenkbar, daß Land und Stadt für sie eine dauerhafte Geschäftsstelle einrichten würden.

Die erste documenta kam mit dem bescheidenen Etat von 379 000 Mark aus. Wäre mehr Geld vorhanden gewesen, hätte Bode die Ausstellung um Architekturbeiträge, Konzerte, Theateraufführungen und Filme ergänzt. Er hatte ursprünglich ein Festival europäischer Kultur im Sinn gehabt. Daraus wurde nichts. Aber Bode schaffte es, drei weitere Male die documenta mitzugestalten.

Entscheidend aber war die Initialzündung. Wie schrieb Herbordt im Rückblick? "Es war eine Lust, in Kassel zu leben, in diesem Jahr..."

Hundert Tage - 100 Artikel

Ein Rückblick auf die documenta 13:

D13-spezial.png

100 Tage, 100 Artikel hieß die Regiowiki-Serie zur documenta im Jahr 2012. Denn die Ausstellung wird nach einer Formulierung von Arnold Bode aus dem Jahr 1964 auch "Museum der 100 Tage" genannt.

siehe auch

Weblinks und Quellen

Einzelnachweise

  1. Mark-Christian von Busse, "Adam Szymczyk wird küstlerischer Leiter der documenta 14, HNA vom 23. November 2013
  2. Mark-Christian von Busse, "Adam Szymczyk wird küstlerischer Leiter der documenta 14, HNA vom 23. November 2013
  3. Mark-Christian von Busse,"Wie wird man Leiter der documenta?", HNA vom 20. November 2013
  4. Mark-Christian von Busse, "Adam Szymczyk wird küstlerischer Leiter der documenta 14, HNA vom 23. November 2013

Weblinks


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Dirk Schwarze führt durch die documenta-Geschichte

Einleitung in unsere Serie "Führung durch die documenta" (Hinweis: Diese exklusiven Autorenbeiträge sind nicht editierbar.)

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