Documenta-Lexikon: Z

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Das documenta-Lexikon
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Inhaltsverzeichnis

Begriffe

Zeichnung

Die Zeichnung (Bleistift, Farbstift, Feder, Tusche, Kugelschreiber - meist auf Papier) gilt als eines der ursprünglichsten künstlerischen Medien. Allerdings wird sie vielfach nur in ihrer dienenden Funktion - als Skizze, Vorzeichnung und Studie - für die Malerei, Plastik, Grafik oder Installation gesehen. Für viele Künstler war und ist die Zeichnung jedoch immer auch ein eigenständiges Medium. Es hat sich eingebürgert, von der Handzeichnung zu sprechen, wenn man von der Zeichnung als einem autonomen Werk redet.

Da Zeichnungen wegen ihrer Lichtempfindlichkeit besondere Ausstellungsbedingungen verlangen, werden sie nie dauerhaft gezeigt und nur selten mit anderen Werken zusammen. Deshalb waren in der documenta nur selten Zeichnungen zu sehen. Zwei große Ausnahmen gibt es: 1964 und 1977 wurden Sonderabteilungen für Handzeichnungen eingerichtet. Die 1964 von Werner Haftmann in der Neuen Galerie organisierte Schau der Handzeichnungen genießt einen legendären Ruf, weil es gelang, in ihr einen repräsentativen Überblick über die Meisterzeichnungen von 80 Jahren zu geben. Die documenta XII setzte neue Zeichen: Erstmals seit 1977 waren in größerem Umfang Zeichnungen zu sehen - und zwar als feste Bestandteile der Ausstellung. Schwerpunkte der Zeichnungs-Präsentation waren Schloss Wilhelmshöhe und die Neue Galerie.

Zwehrenturm

Der 1330 errichtete Zwehrenturm in Kassel war Teil der Stadtbefestigung und wurde als Durchfahrt für die Reisenden in und aus Richtung Zwehren (weiter dann Richtung Frankfurt) genutz. Da die Durchfahrt sehr eng ist und es häufiger zu Unfällen kam, wurde der Turm 1597 geschlossen und durch das Neue Tor ersetzt. Bis 1639 durchfloss dann die Drusel den Turm und ergoss sich in den Befestigungsgraben. Die unteren Räume des Turms dienten als Gefängnis. 1709 baute Landgraf Karl den Zwehrenturm zur Sternwarte mit drehbarer Kuppel um. Aber schon bald wurde die Sternwarte erst ins Palais Bellevue und dann ins Ottoneum verlagert. Das 1779 vollendete Museum Fridericianum wurde direkt an den Zwehrentum angebaut und mit ihm verbunden. Die Sternwarte wurde neu belebt und erhielt durch Simon Louis du Ry einen oktogonalen Observatoriumsraum.

Der Zwehrenturm ist als Ausstellungsraum regelmäßig von der documenta und der Kunsthalle Fridericianum mitbenutzt worden. Lediglich Roger Buergel sparte den Turm aus, weil das Treppenhaus und die Zugänge zu eng für den Besucheransturm sind. 1992 hatte Jan Hoet den Zwehrenturm zu einem "Turm der Heiligen" gemacht, in dem er Werke von den Künstlern zeigte, die ihm als Basis seiner Kunstanschauung dienen (Jacques-Louis David, Paul Gauguin, James Ensor, Alberto Giacometti, Joseph Beuys, James Lee Byars und René Daniels).

Zur documenta 6 (1977) installierte Horst H. Baumann oben im Turm eine Laserinstallation (Laserscape), die ihre Strahlen zum Herkules und zur Orangerie und von dort in die Aue aussandten. Durch Sponsorn wurde die Installation für Kassel angekauft. Allerdings musste ein Teil der Technik erneuert werden, nachdem Geräte ausgebaut und gestohlen worden waren. 2007 gelang es dem documenta forum, durch eine Bürgeraktion (LaserMeter) eine Spendenaktion einzuleiten, die eine völlige Neuinstallation ermöglichte.

Personen

Wolfgang Ziegler

Geschäftsführer der documenta 7

siehe: Geschäftsführer

Rudolf Zwirner

Rudolf Zwirner gehörte zu den erfolgreichsten Avantgarde-Galeristen in Köln. Er begründete zusammen mit Hein Stünke 1967 den ersten Kunstmarkt in Köln (Später: Art Cologne). Bei der documenta II führte Zwirner das Ausstellungssekretariat.

Künstler























siehe auch

Weblinks und Quellen

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