Documenta-Lexikon: I

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Das documenta-Lexikon
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Inhaltsverzeichnis

Begriffe

Impressionismus

Der Impressionismus in der Kunst entstand etwa ab 1870 in Frankreich. Claude Monets berühmtes Gemälde "Impression" aus dem Jahr 1872 zeigt einen Sonnenaufgang im Hafen von Le Havre. Mit wenigen Pinselstrichen gelingt es, die Reflexe der Wasserspiegelungen darzustellen. Das Bild zeigt einen flüchtigen Augenblick, der durch den lockeren Pinselstrich markiert wird. Die Formen der dargestellten Objekte verschwimmen zur Skizzenhaftigkeit, die Lichtvibrationen und das Schillern des Wassers werden ausschließlich durch die ausgiebige Verwendung der Farben Lila, Rot und Gelb dargestellt - typisch für diese Stilrichtung.[1]

Informel

Das Informel war in der Zeichnung und Malerei nach 1945 (bis in die 1960er-Jahre) eine vorherrschende Kunstrichtung, die zuerst in Paris entstand. Gemeint ist eine freie, gestische Kompositionsweise, die keine festen Regeln kennt und auch auf spontane Einfälle setzt. In ihr kann sich die innere Vorstellungswelt des Künstlers abbilden. Zum Informel gehören der Abstrakte Expressionismus und das Action Painting, die in den USA entstanden.

Installation

In den 1960er-Jahren radikalisierten sich die künstlerischen Positionen. Im Zusammenhang mit der Fluxus-Bewegung setzte sich die Aktionskunst durch. Bilder lösten sich von den Wänden, Plastiken von den Sockeln und gingen im begehbaren Raum Verbindungen ein. Dafür setzten sich die Begriffe Environment und Ambiente durch. Da diese beiden Begriffe nur eingeschränkt brauchbar waren, wurde der sachlich neutrale Begriff Installation populäre.

Unter Installation versteht man die Zuordnung verschiedener Objekte, Bilder und Materialien in einem Raum. Prominentes Beispiel dafür war in der documenta 4 der von Joseph Beuys geschaffene Raum, den der Künstler selbst Raumplastik nannte. Die Bezeichnung Installation wurde auch auf die Video-Arbeiten übertragen, bei denen die Video-Projektionen in räumliche Zusammenhänge eingebunden wurden oder mehrere Projektionen aufeinander bezogen wurden (Video-Dschungel von Nam June Paik von 1977).[2]


Inszenierung

Der aus dem Theater kommende Begriff Inszenierung meint das in Szene Setzen eines Schauspiels oder einer Oper. Mittlerweile hat sich - in enger Verknüpfung mit der documenta-Geschichte - auch in der Kunst der Begriff Inszenierung durchgesetzt. Gemeint ist damit die Art und Weise, wie Bilder, Objekte und Installationen präsentiert werden und wie die Räume für die Ausstellung hergerichtet werden.

In seiner rückschauenden Würdigung der documenta I von 1955 schrieb Hans Curjel in "Die Innenarchitektur" (10, 1956): "Man hat erkannt, dass Ausstellungen heute nicht mehr nur gehängt, sondern dass sie von Grund auf gestaltet, dass sie inszeniert werden müssen." Curjel bezog sich auf die Tatsache, dass Arnold Bode das Museum Fridericianum innen auf den Schwarz-Weiß-Kontrast reduziert hatte - weiße Wände und schwarze Plastikvorhänge sowie milchig-graue Vorhänge vor den Fenstern. Auch wurden einige Bilder vor den Wänden wie Skulpturen präsentiert.

Bode übernahm für sich gern den Begriff der Inszenierung. Bis zur 4. documenta begeisterte er immer wieder durch seine Ideen, Kunst auf eigenwillige Weise zu präsentieren. Roger Buergel bezieht sich bei der Einrichtung der documenta 12 sehr stark auf Bode.

Künstler














siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Definition für Impressionismus auf seilnacht.com
  2. Definition des Begriffs Installation auf www.g26.ch
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