Documenta-Lexikon: C

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Das documenta-Lexikon
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Inhaltsverzeichnis

Begriffe

Caricatura

Parallel zur documenta 8 wurde von dem 1984 gegründeten "Verein zur Förderung, Unterstützung und Verbreitung medienspezifischer Kultur und Kommunikation" in einem Gebäude in der Nähe des Hauptbahnhofs eine Ausstellung für komische Kunst, an der 70 Cartoonisten beteiligt waren, unter dem Titel Caricatura gezeigt. Der Name Caricatura steht mittlerweile für die 1995 im Kasseler Kulturbahnhof eröffnete Galerie für komische Kunst und für das daraus hervorgegangene Frankfurter Museum, das eine Unterabteilung des dortigen Historischen Museums ist.[1]

Die Caricatura von 1987 wollte einen Gegenakzent zur documenta setzen - mit Originalzeichnungen realistischer Natur und mit bissigem Witz. Die Ausstellung von 1987 ("70x die volle Wahrheit") ging anschließend erfolgreich auf Tournee. 1992 folgte zur documenta IX die 2. Caricatura unter dem Titel "Schluss jetzt!" zum Thema Tod - u. a. im neu eröffneten Museum für Sepulkralkultur. Mittlerweile veranstaltete der Verein regelmäßig Cartoon-Ausstellungen, in deren Mittelpunkt die Zeichner der Frankfurter Schule standen. 1995 erhielt die Caricatura im Kulturbahnhof feste Galerieräume. Tradition ist geblieben, die documenta - im Kulturbahnhof und davor - mit großen Cartoon-Sonderschauen zu begleiten.


Collage

Abegeleitet von dem französischen Wort "coller" (kleben) ist die Collage eine Kunstform, bei der durch das Aufeinanderkleben verschiedener Teile (z. B. Zeitungsausschnitte, Fotografien, Buchseiten) ein neues, eigenständiges Kunstwerk geschaffen wird. Man unterscheidet Papier- und Fotokollagen. Wird die Kollage dreidimensional erweitert, etwa mit Alltagsgegenständen, Fundsachen etc., spricht man von einer Assemblage. Mittlerweile erstreckt sich der Begriff "Collage" nicht mehr nur auf die bildende Kunst. Gerade Musikvideos arbeiten oft mit Collagen. Auch das "Sampling" von Diskjockeys ist eine Form der (Sound-)Collage.[2]


Computer-Technik

1997, als das Internet für deutsche Verhältnisse noch ein junges Medium war, existierten einige documenta-Arbeiten ausschließlich im Netz. Aber schon fünf Jahre später war die mit dem Internet verbundene Euphorie verflogen. Die Computer-Technik war zur reinen Dienstleistung geworden (digitale Bildbearbeitung oder neue Formen der Video-Präsentation).

Die documenta 12 bestätigte diesen Trend. Das Projekt, das am stärksten auf die Computer-Technik und das Internet gestützt war, war die Arbeit von Ricardo Basbaum. Er hatte 20 Wannenobjekte in den gesellschaftlichen Kreislauf gegeben und die Teilnehmer an der Aktion aufgefordert, auf der NBP-Homepage von Basbaum ihre Aktivitäten mit dem Wannenobjekt zu dokumentieren.[3] Diese Dokumentationen waren als das Protokoll der Interaktionen im Aue-Pavillon zu sehen.

Eine Umkehrung der Computer-Technik ins gesellschaftliche und politische Absurde hatte Hito Steyerl vollzogen: Sie hatte drei Flachbildschirme hochkant an einer Wand befestigen lassen. Die einzige Botschaft, die die Bildschirme ausstrahlten, war eine gleichmäßig grell leuchtende rote Farbe. So wurden die Bildschirme aus der Entfernung für konkrete Malerei gehalten. Hito Steyerl aber ironisierte nicht bloß die Malerei, sondern spielte auch auf die politische Methodik an, Signalfarben als Kampfmittel (Terrorwarnung) einzusetzen.

Personen

Künstler


























































































































siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Homepage der Caricatura
  2. Definition der Collage von Max Ernst
  3. Homepage Basbaums
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