Die Spiegelmühle in Knickhagen

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Die Spiegelmühle von Knickhagen, enstand in den Gebäuden einer alten Eisenhütte am Osterbach unterhalb von Knickhagen. Nach deren Stillegung wurde von 1699 bis 1740 unter Landgraf Karl eine Spiegelglashütte betrieben.

In Knickhagen wurden Kristallglas und Spiegel hergestellt, die auch in Versailles hängen.

An die Spiegelmühle erinnert heute auch der hier verlaufende Eco-Pfad Kulturgeschichte Knickhagen-Wilhelmshausen.

Geschichte

Die Spiegelmühle ist eine der vier Knickhager Mühlen uind blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück:

Ab 1591 stand hier eine Eisenhütte, die ab 1616 zum landgräflichen Besitz gehörte und nach der Erneuerung um 1661 „Wilhelmshütte“ genannt wurde. Überliefert ist, dass im Jahre 1660 hier zum Beispiel 2960 vierpfündige Kanonenkugeln hergestellt wurden.

Da die Qualität des Eisens zunächst nicht befriedigend war - das Erz kam aus dem Raum Speele/ Knickhagen - wurde später Erz aus Hohenkirchen eingesetzt, das zuvor in Holzhausen gewaschen worden war. Außerdem wurde Erz aus Marbach/ Homberg und aus Fischbach im Kellerwald verwendet.

Im Jahre 1666 wurde die „Wilhelmshütte“ stillgelegt, da eine modernere landgräfliche Hütte in Veckerhagen entstand. In den Gebäuden der alten Hütte wurde dann von 1699 bis 1740 eine Spiegelglashütte mit Arbeitern aus Schottland betrieben, die damals als Spezialisten in der Glas- und Spiegelherstellung galten und in Arbeiterhütten auf der Wiese hinter der Spiegelmühle untergebracht wurden.

siehe auch

Weblinks