Die Märchen der Brüder Grimm

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Die Märchen der Brüder Grimm sind weltweit bekannt. Die „Kinder- und Hausmärchen“ sind in 160 Sprachen übersetzt worden.

Entstehung der Märchen

Über 200 Kinder- und Hausmärchen trugen die Brüder Grimm zusammen, 37 davon gehen komplett oder teilweise auf Dorothea Viehmann zurück. Hits wie Schneewittchen, Dornröschen oder Rotkäppchen gehören nicht dazu, wohl aber Geschichten wie die vom Teufel und seiner Großmutter, der Gänsemagd oder der klugen Else. Ebenso haben der Dragonerwachtmeister Johann Friedrich Krause aus Breitenbach oder Marie Hassenpflug, verheiratete von Dalwigk, aus Hoof viel zu den Märchen der Brüder Grimm beigetragen.

Die meisten Märchen hörten Jacob und Wilhelm Grimm in Bürgertum und Adel. Gerade deshalb war ihnen auch Dorothea Viehmann so wichtig: Diese Quelle passte zur Volkspoesie. Heute indes weiß man, dass die Viehmännin nicht nur Wirtshaus-Geschichten von der Knallhütte weitergab, sondern dank ihrer hugenottischen Wurzeln auch die französische und damit europäische Erzähltradition pflegte.

Überlieferung und Übersetzung

Bis in die Zeit der Brüder Grimm wurden die Märchen vornehmlich in Erzählform überliefert. So kam es immer wieder zu landschaftlichen Einfärbungen der Stoffe. Rotkäppchen etwa wird gern als ein Schwälmer Mädchen angesehen. Dabei gibt es im Kasseler Brüder-Grimm-Museum eine gedruckte Fassung von 1697, die beweist, dass die Geschichte auch im französischen Sprachraum eine Tradition hat.

Die Märchen wanderten um die Welt. Eine der berühmtesten Sammlungen sind die Geschichten aus „Tausendundeiner Nacht“. Die ältesten handschriftlichen Quellen dieser arabischen Erzählungen stammen aus dem 9. Jahrhundert. Aber nicht nur im Orient, sondern auch in den europäischen Ländern faszinierten die Geschichten Generationen. Möglicherweise war es auch der Reiz der Fremde, der diesen Märchen bei uns zum Erfolg verhalf.

Wahrscheinlich hat der Siegeszug der Grimm-Märchen einen ähnlichen Ursprung. Gewiss begeistert an ihnen immer wieder das Nebeneinander von Gewalt und Schrecken sowie Glück, Hoffen und Erlösung. Auch gefällt ihre klare Erzählweise. Doch dass auch die Japaner und Chinesen diese Märchen so sehr lieben, hängt damit zusammen, dass sie in eine für sie exotische und idyllische Welt entführen.

In 160 Sprachen sind die Grimm-Märchen übersetzt. Unzählige Illustratoren und Karikaturisten haben die erzählten Geschichten in gezeichnete und gemalte Bilder umgesetzt.

Märchen der Brüder Grimm

siehe Hauptartikel: Grimms Märchen

siehe auch