Die Hofgeismarer Schäfergilde

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Am 6. Januar eines jeden Jahres zogen Mitglieder der Hofgeismarer Schäfergilde durch die Stadt Hofgeismar. Sie sangen das Lied der „Schäpergille“ und erbaten von den Bewohnern der Stadt Gaben (oft Würste), die an die mitgeführte „Schüttegabel“ gehangen wurden.

Dieser bis in das Mittelalter zurückgehende Brauch (wahrscheinlich das älteste Brauchtum aus der bäuerlichen Lebenswelt in Hofgeismar) erlosch Mitte der 1950-er Jahre.

Lied der Schäpergille: (Fassung wahrscheinlich aus 1906)

So gah wi disse Berg erup, Sied froh, sied heil!

Vör eines rieken Herren Hus, Die freuen sich also, also!

Gott gebe diesem Wirte viel Glück und Heil!

Und wenn der Wirt herunter kommt Mit seinen Junggesellerchen

Die freuen sich also, also!

Sied froh, sied heil!

Gott gebe diesem Wirte viel Glück und Heil!

Quelle

  • Alt-Hofgeismar, Bilder aus einer vergangenen Zeit 1870 - 1925, herausgegeben und erläutert von Helmut Burmeister und Klaus-Peter Lange, Hofgeismar 1979