Der Sträflingskopf

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Örtlichkeit

Ein kleiner Basaltkegel, der "vordere Sträflingskopf", am Westrand des Borkener Stadtwaldes, der nach allen Seiten gleichmäßig abfällt und eine Höhe von 277,2 Metern

hat, birgt auf seinem Plateau, welches nur 24 - 27 Meter Durchmesser hat, eine kleine fast kreisrunde Burg- bzw. Verteidigungsanlage mit Wall und Graben, geeignet für höchstens eine Familie.
Vorderer Sträflingskopf im Borkener Stadtwald

Forschungsstand

Nach bisheriger Erkenntnis sind keinerlei Funde vom Sträflingskopf bekannt. Da auch bisher keinerlei Nachforschungen erfolgten, können über das Alter der Anlage auch keine konkreten Angaben gemacht werden. Es liegen auch keine urkundlichen Nachrichten über diese Kleinburg vor. Der Archäologe F.R. Herrmann datiert die Anlage etwa in das 10. Jahrhundert und vermutet dort auch einen Sitz eines kleinen Adeligen. In unmittelbarer Nähe gab es noch im Mittelalter, im Umkreis von ca. zwei Kilometern, eine Reihe von Siedlungen, die als Partner dieser Anlage in Frage kommen könnten. Im Namen "Sträflingskopf" könnte der Hinweis verborgen sein, der auf eine historische Gerichts- oder Richtstätte hindeutet.

Literatur

  • Friedrich Döring
 - F.R. Herrmann, Führer zu den archäologischen Denkmälern in Deutschland, 
                  Band 8, Schwalm-Eder Kreis 1986, Seite 191/192
 - ZHG, Band 72   H. Pitz, Ringwälle und Wallburgen an der Schwalmpforte,1961, Seite 21-44

Siehe auch