De Warenrungen

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“De Wagenrungen” = Spitzname für die Bewohner von Wehlheiden.

Von dem Ruf der Wehlheidener, ein rauflustiges Völkchen zu sein, zeugt auch ein Aktenvermerk aus alter Zeit: danach erhielt am Himmelfahrtsfest ein Spaziergänger im Schönfelder Weg einen Schlag mit einer Wagenrunge so über den Kopf, “dass an seinem Aufkommen gezweifelt wurde”. Darauf hin mussten laut Anordnung des königlich preußischen Landrats alle Wagenrungen vor Beginn der Kirmes gepolstert werden.

Ein anderer Erklärungsversuch lautet: die Wagenrunge deutet auf eine alte Erwerbsmöglichkeit der Wehlheider Bevölkerung hin. Fuhrwerke transportierten schon im 16. Jahrhundert vor allem Braunkohle aus dem Habichtswald. Und die Wagenrungen, vier auf die Achsen aufzusteckende Stangen, stützen die Seitenbretter oder die seitlichen Wagenleitern.

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