Das Hakenkreuz im Fels

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
NNN das Hakenkreuz im Fels.jpg

Nationalsozialistisches Symbol aus dem Jahr 1933 wurde erst 1981 weggemeißelt

Dögerode. Mit einem in Stein gemeißelten Hakenkreuz, auch Dincklage-Felsen genannt, erinnerten die Nationalsozialisten vor 75 Jahren an einen verdienten Kämpfer. Bereits 1927 hatten Männer aus Dögerode begonnen, das Hakenkreuz in die Klippe oberhalb von Dögerode zu meißeln.

Bild wird eingeweiht

Am 25. Juni 1933 wurde das Bildnis, das einen Durchmesser von zwei Metern hatte, eingeweiht. Auf einen Zeitungsauschnitt aus dem Jahr 1933 ist Ortsheimatpfleger Richard Grundmann aus Dögerode gestoßen. Bei der Einweihung waren viele lokale Nazi-Größen dabei. Die Inschrift am Felsen lautete: „Dem Nationalsozialistischen Vorkämpfer Niedersachsen Karl Dincklage in Treue und Liebe gewidmet. Die Nationale Erhebung 1933.“ Anlässlich der Einweihung gab es sogar einen Gepäckmarsch über 25 Kilometer, den Karl Klügel aus Willershausen gewann.

Dincklage wirbt für NSDAP

Dincklage warb schon Ende der 1920er-Jahre im Alten Amt und darüber hinaus für die Nationalsozialisten. Er starb 1930. Zu seiner Beerdigung in Braunschweig sprach Adolf Hitler höchstpersönlich. Um an Dincklage zu erinnern, wurde der Stein vollendet und nach ihm benannt.

Hakenkreuz wird entfernt

Erst viel später wurde das Hakenkreuz entfernt. Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks aus Northeim zerstörten das Nazi-Symbol im August 1981 mit Presslufthämmern. Sieben Stunden brauchten sie, um das in gut 15 Metern Höhe befindliche Werk auszulöschen. Der damalige Landrat Axel Endlein hatte es bei einem Spaziergang entdeckt und dafür gesorgt, dass es entfernt wurde. (bsc)


erschienen in der HNA/ Northeimer Neueste Nachrichten am 08. Februar 2008