Dampflokomotive HC 206

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Dampflokomotive HC 206 des Hessencourrier / Foto: G.Brümmer
Seit ihrer Indienststellung im Jahr 1941 ist die Dampflok 206 des HESSENCOURRIER auf den Kleinbahn-Gleisen zwischen Kassel und Naumburg unterwegs.

Inzwischen ist sie die Letzte von ehemals zahlreichen Klein- und Nebenbahnenlokomotiven in Nordhessen.

Inhaltsverzeichnis

Der Bedarf

Nach Eröffnung der Kleinbahn Kassel-Naumburg im Jahre 1903/04 standen 4 Fabrikneue Lokomotiven von der Firma Borsig zur Verfügung. Sie entsprachen mit der Achsfolge C`1n2t der preußische T 9.1 und leisteten etwa 450 PS. Nach 20 Jahren Betrieb bei der Kleinbahn genügten sie allerdings nicht mehr den mittlerweile gestiegenen Anforderungen.
Alte Borsig Lokomotive der Kleinbahn Kassel-Naumburg / Foto: Sammlung HC

ELNA Lokomotiven

Im Jahr 1918 bildeten die deutschen Lokomotivhersteller einen Allgemeinen Lokomotiv - Norm - Ausschuss um u.a. Normen für die Eisenbahn und ein Typenprogramm für Lokomotiven zu erstellen. Neben den späteren Einheitslokomotiven der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft wurde auch ein Typenprogramm für Normalspurige Kleinbahnlokomotiven erarbeitet. Ausführende Abteilung war der Engere Lokomotiv- Norm- Ausschuß ELNA. Im Jahre 1922 wurde die erste ELNA Lokomotive von der Firma Krauss in München auf die Schienen gestellt. Die ELNA Typenreihe umfasste 6 Ausführungen, von einem leichten C- Kuppler, über eine 1`C bis zum schweren D- Kuppler. Alle Ausführungen konnten als Nassdampf - oder Heißdampflokomotive geliefert werden. Von 1922 bis 1946 wurden über 200 ELNA- Lokomotiven von fast allen deutschen Lokfabriken gebaut.

Der Bau

Die anspruchsvolle Strecke der Kleinbahn Kassel-Naumburg mit langen Steigungen von 1:35 und 200 Meter Radien erforderte spezielle Lokomotiven. Abgeleitet von den ELNA- Typen fertigte die Lokfabrik Krauss in den Jahren 1925/26 vier fünffach gekuppelte Lokomotiven.
Dampflokomotive KN 5 / Werkfoto Krauss Maffei
Diese E- Kuppler waren deutlich größer und stärker als die D- Kuppler aus dem ELNA Programm, hatten aber trotzdem die typischen ELNA Formen. Die neuen Lokomotiven bewährten sich gut, so daß im Jahr 1938 eine 5. Lokomotive geliefert wurde. Im Mai des gleichen Jahres schloss die KN mit Krauss Maffei einen Kaufvertrag für eine weitere Lok ab. Die Anlieferung der Lok 6 (Fabriknummer 15721) in Naumburg erfolgte aber erst am 24. Januar 1941. Einen Tag später fand die Abnahmefahrt von Kassel nach Altenbauna statt. Die Lokomotiven 5 und 6 hatten abweichend von der ersten Lieferung die 1. + 2. Achse in einem Beugniot - Drehgestell gelagert. Dieses verbessert den Bogenlauf der Lokomotive und verringert somit den Verschleiß an Rad und Schiene.

Die Leistung der Lokomotive war so berechnet, dass ein Zug von 316 Tonnen bei einer Steigung von 1:40 mit 17 km/h befördert werden konnte. Die größte Geschwindigkeit war auf 60 km/h festgelegt. Auf der 2 qm großen Rostfläche können - vorsichtig gerechnet - 800 kg Kohle pro Stunde verheizt werden.

Technische Beschreibung

Der Kessel

Der Kessel besteht aus dem Stehkessel mit kupferner Feuerbüchse und aus dem Langkessel mit 2 zylindrischen Schüssen, die von 84 Rauch- und 57 Heizrohren durchzogen sind. Auf dem Langkessel befindet sich ein Dampf- und ein Speisedom. Der Überhitzer ist als Schmit´scher Kleinröhrenüberhitzer ausgeführt. Er besteht aus einer Nassdampfkammer, einer Heißdampfkammer und den Überhitzerelementen. Auf der Nassdampfkammer ist ein Luftsaugventil angebracht, durch das bei Leerlauf mit der angesaugten Luft der Überhitzer gekühlt und die vorgewärmte Luft den Zylindern zugeführt wird. Der Kessel wurde mit 2 Dampfstrahlpumpen von je 125 l/min Leistung und einer 125 Liter Knorr-Speisewasserpumpe mit angeschlossenen Oberflächen - Vorwärmer gespeist. Dieser befand sich quer liegend zwischen Stehkessel und Rahmenwasserkasten.

Der Rahmen

Die beiden Rahmenplatten von 20 mm Stärke sind durch einen, zwischen ihnen angebrachten Wasserkasten, durch die Zylinderquerverbindungen, die Verbindungen unter dem Führerstand und die Pufferbohlen kräftig versteift.

Das Beugniot Drehgestell

Die Lokomotive ruht auf 5 miteinander gekuppelten Achsen, von denen die erste und die zweite zum zwanglosen Durchfahren der Krümmungen eine Seitenverschiebbarkeit von je 20 mm nach jeder Seite erhalten haben, die vierte Achse je 22 mm. Die erste und zweite Achse werden in Achsmitte von einem gleicharmigen Doppelhebel, der um einen im Rahmen befestigten Drehzapfen schwingt, ausgelenkt. Jede Verschiebung der einen Achse verursacht somit die gleiche, aber entgegengesetzte Verschiebung der zweiten Achse. Die Führung der Lok in den Krümmungen müssen immer beide Achsen unternehmen, so dass deren Spurkränze nur den halben Führungsdruck erhalten. Bei der Rückwärtsfahrt führt die fünfte Achse der Lok in den Krümmungen, während die vierte soviel Seitenspiel besitzt, dass sie sich auch in der kleinsten Krümmung noch selbst an der Schiene entlang führt. Der Spurkranzdruck der fünften Achse wird dadurch auch verkleinert und die Lokomotive läuft sicherer in die Krümmungen ein und aus als bei der Gölsdorfachsanordnung mit verschiebbaren Endachsen. Der Doppelhebel ist abgefedert im Lokomotiv Rahmen gelagert, vermehrt daher die unabgefederten Gewichte der Lokomotive nicht. Die Achsen können ausgebaut werden wie bei jeder gewöhnlichen Lokomotive.

Triebwerk

Die Maschine ist als Zwillingsmaschine ausgeführt. Die Gradführung ist eingleisig. Die Nachstellung der Lagerschalen an den Treib- und Kuppelzapfen erfolgt mittels Stellkeilen. Die Steuerung ist nach Heusinger von Waldegg ausgeführt. Die Dampfverteilung erfolgt durch Kolbenschieber preußischer Bauart von 200 mm Außendurchmesser. Zur Verbesserung der Leerlaufs sind den Schieberkästen pneumatisch betätigte Knorr Druckausgleicher angeordnet. Die Dampfzuführung wird durch einen Ventilregler geregelt. Die Umsteuerung geschieht mittels einer Schraube mit 4fachem Linksgewinde.

Bremse

Die Lok ist mit einer selbsttätigen einlösigen Knorrbremse mit Zusatzbremse und Wurfhebelbremse ausgerüstet. Die Bremsklötze werden von zwei 12“ Bremszylindern betätigt und wirken auf alle Achsen.

Der Kleinbahnbetrieb

Der Betrieb

Die höchste monatliche Laufleistung wurde mit 8355 Kilometern im März 1953 erreicht.
Zug der Kleinbahn Kassel-Naumburg / Foto: Sammlung HC
Normalerweise kamen bis Anfang der 60er Jahre in einem Monat mit 20 - 25 Betriebstagen zwischen 4500 und 6500 Kilometer zusammen. Nach der Hauptuntersuchung im Jahr 1964 gingen die Einsätze soweit zurück, das schließlich nur noch 600 bis 1000 Kilometer pro Monat gefahren wurde. Bis zur Ausmusterung im Jahr 1970 kam die Lok 206 auf eine Gesamtleistung von fast 950000 Kilometer. Während dieser Zeit war sie im Gegensatz zu ihren Schwesterlokomotiven ausschließlich auf der Kleinbahn Kassel-Naumburg im Einsatz.

Der Umbau

Während einer Zwischenuntersuchung L2 Ende 1954 wurden im BW Naumburg die Wasserkästen und der Kohlenkasten vergrößert. Dabei wurden wahrscheinlich auch der Henschel Mischvorwärmer und die Henschel Turbospeisepumpe angebaut. Im Jahr 1959 erhielt sie während einer 13 monatigen Hauptuntersuchung eine neue kupferne Feuerbüchse die ebenfalls im BW Naumburg eingebaut wurde. Aufgrund einer Verfügung vom 8.10.56 bekam die Lok 6 am 31.12.60 die neue Betriebsnummer 206.

Der Unfall Nach nur 2½ Jahren Einsatzzeit weilte sie wegen einer vorzeitigen Untersuchung vom 01.08.43 bis 25.06.44 im BW Naumburg. Unter anderem wurden alle Achsen gewechselt. Grund für diesen außerplanmäßigen Werkstattaufenthalt kann ein Unfall gewesen sein. Dabei ist die Lok von Hoof nach Elgershausen fahrend, - wahrscheinlich in Höhe des Sportplatz Hoof -, entgleist, vom Bahndamm hinunter gekippt und rechts neben dem Gleis auf dem Kessel liegengeblieben. Auf alten Fotos ist die Bergung mit einem schweren Dampfkran der Reichsbahn festgehalten.

Das Ende

Zum Ende der 60er Jahre umfasste der Triebfahrzeugpark der KN neben den verbliebenen Dampfloks noch 2 Diesellokomotiven von Henschel und den Triebwagen VT 101. Die letzte betriebsfähige Dampflok KN 206 kam nur noch sporadisch im Triebwagenersatzverkehr zum Einsatz. Bei einigen Sonderfahrten für Eisenbahnfreunde aus ganz Deutschland kam sie noch einmal zu Personenzug- Ehren. Die Fristen für Fahrwerk und Kessel wurden seit 1968 mehrmals verlängert. Doch am 13. März 1970 war endgültig Schluss. Mit Ablauf der letzten Fahrwerksfristen schied sie aus dem Fahrzeugpark aus. Die Stadt Naumburg wollte ihrer Bahn jedoch ein Denkmal setzten. Also richteten die Eisenbahner der KN die 6er äußerlich her und stellten sie direkt neben dem Bahnsteig auf einem Betonsockel am Bahnhof Naumburg als Denkmal auf. Hier sollte sie die nächsten 13 Jahre verbringen.

Der Museumsbetrieb

Die Restaurierung

Durch die große Nachfrage bei den Dampfzügen der Museumseisenbahn HESSENCOURRIER und dem Wunsch nach einer größeren Lokomotive wurde die Denkmallok in Naumburg interessant für den Museumsbahn Verein. Im Jahr 1982 begannen die Vorarbeiten auf dem Denkmalsockel. In der Feuerkiste fanden die Vereinsmitglieder dabei noch die Schlacke des letzten Einsatzes vor. Nachdem die Kesselrohre ausgebaut waren und ein guter Zustand des Kessels festgestellt wurde, konnte die Lok im Januar 1983 mit Autokränen auf die Schienen gehoben werden. Eine Woche später wurde sie von der KN Diesellok bei dichtem Schneetreiben nach Kassel geschleppt. Hier begann die eigentliche Aufarbeitung, dabei wurde die Lok vollständig zerlegt und die meisten der ca. 16000 Teile geprüft, aufgearbeitet oder erneuert. Unter anderem erhielt der Kessel eine neue Rauchkammer und neue Kesselrohre. Nach 2 ½ Jahren Arbeit erfolgte im August 1985 unter den strengen Augen der Sachverständigen die Abnahme und Zulassung der Lok 206. Wenig später fand im Bahnhof Naumburg unter großer Anteilnahme der Naumburger Bevölkerung eine Loktaufe statt, bei der sie den Namen „Naumburg“ erhielt. Auch einige der inzwischen pensionierten Kleinbahn Personale ließen es sich nicht nehmen noch einmal am Regler der „Sechser“ zu stehen.

Der Museumseinsatz

Nach der Inbetriebnahme der Lok 206 stiegen die Fahrgastzahlen im HESSENCOURRIER weiter an, so dass die Lok fast alle Dampfzüge fahren musste. Dabei waren Züge mit 10 Wagen mittlerweile üblich, Spitzenleistung waren Züge mit 12 Wagen, wobei mindestens einmal eine Fotoanfahrt in 1:35 Steigung und 200 Meter Gleisradius gefahren wurde. Hier musste die Lok ihre ganze Kraft zeigen, die Auspuffschläge waren noch kilometerweit zu hören. Zu Kleinbahnzeiten waren bei diesen Zuglasten immer zwei Loks vorgespannt. Die erste große Reparatur war vielleicht eine Folge dieser großen Beanspruchung.

Nach etwa 4 Jahren Betriebseinsatz bildete sich an der Treibachse zwischen Radstern und Achswelle ein kleiner Riss.
Dampflokomotive HC 206 auf der Schiebebühne des Ausbesserungswerk Kassel / Foto: G.Brümmer
Da die Fahrsaison in vollem Gange war und somit eine längere Stillstandszeit nicht in Frage kam, musste schnell gehandelt werden. Für die Reparatur stellte das AW Kassel einen Hallenstand zur Verfügung. Die nötigen Vorarbeiten wie Abbau der Treib- und Kuppelstangen sowie der Bremse führten die Vereinsmitglieder in Wilhelmshöhe aus, dann wurde die Lok ins AW überführt und die schadhafte Achse mit Hilfe des Hallenkrans ausgebaut. Beim auspressen der Achswelle stellte sich heraus, dass die Verbindung immer noch ausreichend war. Die Achswelle wurde aufgespritzt und anschließend übergedreht. Der Radstern wurde danach auf einer hydraulischen Presse mit 130 Tonnen auf die Achse gepresst. Nach dem einachsen wurde die Lok im Wilhelmshöher Lokschuppen wieder komplettiert. Für die Lokmannschaft des Hessencourrier bedeutete die Reparatur ein Kraftakt mit zahlreichen Tag- und Nachtschichten. Aber es hatte sich gelohnt, denn nach nur 10 Tagen Stillstand konnte sie wieder vor dem historischen Zug eingesetzt werden.

Während dem Museumsbahn Einsatz wurden einige Verbesserungen vorgenommen. Um den Verschleiß an den Radsätzen zu vermindern, erhielt sie 1991 eine Spurkranzschmierung der Bauart De Limon. Die Mischvorwärmer Anlage kann mit Frischdampf vorgewärmt werden, was sich im Museumsbetrieb mit seinen langen Stillstandszeiten hervorragend bewährt hat. Eine Handschmierpumpe für die Reglerstopfbuchse sorgt dafür, dass die Reglerbetätigung für den Lokführer nicht zur Schwerarbeit wird. Den ersten Einsatz außerhalb der Kleinbahn Kassel Naumburg hatte sie 1989 auf der Hersfelder Kreisbahn. Unter Dampf, aber im Schlepp einer E-Lok erfolgte die Überführung nach Bad Hersfeld. Von hier zog sie den historischen Zug HESSENCOURRIER an zwei Tagen nach Heimboldshausen und zurück.

Bis zum Ablauf der Fristen im August 1993 beförderte sie alle Züge der Museumsbahn sparsam und immer sehr zuverlässig.

Die zweite Hauptuntersuchung

Im August 1993 liefen nach 8 jähriger Betriebszeit die Fristen für die Lokomotive ab, aber es sollte noch 5 Jahre dauern, bis die 206 wieder auf Strecke gehen konnte. Durch die Einrichtung unserer neuen Werkstatt im Naumburger Lokschuppen, die Kesselhauptuntersuchung der Lok HC 5 und die Inbetriebnahme der 50 3691 wurde die Hauptuntersuchung immer wieder verzögert. Schäden an den betriebsfähigen Dampflokomotiven und der damit verbundene Personalmangel taten ein übriges. Im Rahmen dieser Hauptuntersuchung wurden folgende Arbeiten ausgeführt:

Kessel

• Überhitzer und Kesselrohre ausgebaut,

• Kessel gereinigt und geprüft,

• Waschlukensitze aufgearbeitet oder erneuert,

• Rauchkammer-Rohrwand aufgearbeitet,

• Langkessel aufgeschweißt,

• Kesselrohrenden eingezogen und aufgeweitet (mit eigens angefertigten Werkzeugen),

• Ventilregler nachgearbeitet,

• Überhitzer neu angefertigt,

• Aschkasten neu gebaut,

• neue Kesselrohre eingebaut,

• Rauchkammertüre ausgebessert,

• Abschlammventil, Speiseventile, Anstellventile, Dampfverteiler zerlegt, gereinigt und aufgearbeitet.

• Pralltopf erneuert

• Speisepumpen überholt,

• Wasserdruckprobe des Kessels durchgeführt,

Fahrwerk

• Fahrwerk komplett demontiert,

• Radsätze im AW Kassel neu profiliert,

• Rahmen gereinigt und vermessen,

• Federspannschrauben aufgearbeitet,

• Tragfedern ausgemessen

• Achslagerschalen komplett neu angefertigt (Lagerschalen gießen und bearbeiten),

• Achslager mit Weißmetall ausgegossen und eingeschabt,

• Beugniot Drehgestell aufgearbeitet,

• Stangenlager nachgearbeitet,

• Kuppelstangen vermessen und aufgearbeitet,

• Druckausgleicher aufgearbeitet (neue Kolbenringe),

• Dampfkolben überprüft, Kolbenringe erneuert,

• Kreuzkopfgleitbahn überarbeitet,

Bremse

• Bremsgestänge überarbeitet, Bolzen neuangefertigt, neue Buchsen eingepresst,

• Alle Bremsventile ausgetauscht,

• Bremszylinder geschliffen

• Luftbehälter vermessen und Festigkeit geprüft,

• Luftpumpe überholt,

• Sandfallrohre erneuert


Sonstiges

• Werkzeuge und Vorrichtungen konstruiert und angefertigt, u.a. zum aufweiten und einziehen der Rohrenden,

• Fertigungsfehler aus Kleinbahnzeiten behoben, z.B. falsche Bohrung im Zylinderblock,

• Führerhaus Armaturen aufgearbeitet,

• Wasserkästen entrostet

• Lichtmaschine erneuert

• Lackierung erneuert

Nur wenige Arbeiten wie beispielsweise die Bearbeitung der Radsätze im AW Kassel oder das Gießen der Rohlinge für die Bronzelager, wurden in auswärtigen Werkstätten erledigt. In der gut ausgerüsteten Werkstatt des HESSENCOURRIER stehen lange Arbeitsgruben, Hebeböcke und Werkzeugmaschinen bereit und schaffen so optimale Arbeitsbedingungen. Als besonders Anspruchsvoll stellte sich die Neuanfertigung der Achslagerschalen heraus, denn Zeichnungen existierten nicht mehr, aber auch Sie entstanden schließlich auf dem Vereinseigenem Bohrwerk. Im November 1998 war die Hauptuntersuchung nach mehreren Probefahrten mit der offiziellen Abnahmefahrt abgeschlossen.

Technische Daten

Hersteller : Kraus Maffei, München

Fabriknummer : 15721

Baujahr : 1941

Bauart : Eh2t

Länge über Puffer : 11550 mm

Raddurchmesser : 1100 mm

Gesamtachsstand : 5400 mm

Dienstgewicht voll : 68 t

Wasservorrat : 8,0 m³

Kohlenvorrat : 3,5 t

Zylinderdurchmesser : 500 mm

Kolbenhub : 550 mm

Dampfüberdruck : 13 bar

Leistung : 750 PS

Rostfläche : 2,0 m²

Heizfläche : 156,5 m²

Überhitzerfläche : 45,8 m²

Höchstgeschwindigkeit : 60 km/h




Quellenangabe:

75 Jahre Kleinbahn Kassel Naumburg

Betriebsbuch der Lok 206

Betriebsbögen der Lokomotiven KN 201-206

ELNA - Lokomotiven

HESSENCOURRIER - Eine Sammlung betriebsfähiger historischer Schienenfahrzeuge

HESSENCOURRIER-Information Nr.10


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