Dagobertshausen

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Dagobertshausen
Kirche-Dagobertshausen.jpg
Kirche in Dagobertshausen
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Gemeinde: Malsfeld
Einwohner: 300
Postleitzahl: 34323
Vorwahl: 05661
Kfz-Kennzeichen: HR
Gemeindeverwaltung: Lindenstraße 1
34323 Malsfeld
Bürgermeister: Herbert Vaupel (SPD)
Ortsvorsteher: Lothar Kothe (FWG)

Dagobertshausen ist ein Ortsteil der nordhessischen Gemeinde Malsfeld im Schwalm-Eder-Kreis mit ca. 300 Einwohnern.

Gemarkung

Die Gemarkung Dagobertshausen hat eine Fläche von rund 479 Hektar.

Geschichte

Dagobertshausen wurde im Jahr 1106 erstmals als "Dageboldeshusun" urkundliche erwähnt. In Dagobertshausen erschien von 1106 bis 1275 eine Adelsfamilie namens "von Dagobertshausen", die 1477 als ausgestorben genannt wird.

Die Sipperhäuser Kirche und ihr Filial Dagobertshausen standen 1194 im Besitz des Klosters Hersfeld, dieses schenkte sie im gleichen Jahr dem Kloster Aua. Bereits 1228 erwarb das Kloster Hersfeld die Kirchen zurück.

Um 1370 wurde ein landgräfliches Untergericht Dagobertshausen genannt. Vermutlich im 14. Jahrhundert wurde die noch heute bestehende Wehrkirche errichtet.

Zugehörigkeit

Bis etwa 1540 gehörte Dagobertshausen zum Amt Homberg. Ab diesem Zeitpunkt gehörte es dann zum Amt Melsungen. Um 1565 setzte der Abt von Hersfeld in Dagobertshausen einen eigenen Pfarrer ein.

Seit dem 1. April 1972 ist Dagobertshausen ein Ortsteil der Gemeinde Malsfeld.

Zwischen den Malsfelder Ortsteilen Dagobertshausen, Elfershausen und Ostheim wurde ein interkommunales Gewerbegebiet angelegt (Gewerbegebiet "Mittleres Fuldatal"), unter der Beteiligung der Städte Felsberg, Melsungen und Spangenberg sowie der Gemeinden Malsfeld und Morschen.

Der Ortsname: Sage von König Dagobert

Der merowingische Frankenkönig Dagobert I. (gest. 638 oder 639 n. Chr.), genannt "der Gute", hat hier der Sage nach die Wenden geschlagen. Die Auseinandersetzung soll bei Dagobertshausen begonnen und einige Tage später bei Morschen geendet haben. Zum Dank soll der sehr religiöse Dagobert am Ort seines Sieges eine Kirche erbaut haben, die seinen Namen trägt. So soll Dagobertshausen nach dem König Dagobert benannt sein.

Bei seiner Ersterwähnung im Jahr 1106 wurde der Ort als Dedageboldeshusun urkundlich erwähnt. Später wandelte sich der Name in Dageboldishusen und irgendwann in das heute gebräuchliche Dagobertshausen.

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Weblinks und Quellen

Ortsteile der Gemeinde Malsfeld
Wappenmalsfeld.jpg

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