Cyriakuskloster in Eschwege

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Kaiser Otto II. hinterließ in Eschwege den Königshof und die damalige Siedlung seiner Frau Theophano. Deren Tochter Sophia gründete um das Jahr 1000 ein Stift auf dem Eschweger Cyriakusberg, das dem heiligen Cyriakus geweiht wurde.

Geschichte

Die älteste und als Reichsabtei zugleich bedeutendste klösterliche Niederlassung im Werraland war ein Kanonissenstift für adlige Damen. Gegründet wurde es um 1000 von Sophia, der späteren Äbtissin von Gandersheim und Tochter Kaiser Ottos II. sowie seiner Ehefrau Theophanu.

Das Kloster erfuhr vielfältige Förderung, sowohl vom Hochadel als auch vom landsässigen niederen Adel und es gelang den tatkräftigen Äbtissinnen eine Reihe von Privilegien zu gewinnen, etwa das Münzrecht, das Marktrecht, den Marktzoll aber auch das Patronat über 18 Kirchen in der näheren Umgebung.

Wo in alter Zeit die mächtige dreischiffige Basilika St. Cyriakus und das Kanonissenstift standen, ist heute noch der Karlsturm (auch: „Scharzer Turm“) – der ehemalige Westturm des Klosters - aus dem 12. Jahrhundert erhalten geblieben.

Günther von Arnsperg ließ im Jahre 1249 das Kloster zur Burg umgestalten, wobei die Kirche offenbar schon teilweise abgebrochen und die Steine bei der Stadtbefestigung Verwendung fanden.

siehe auch