Crumbach

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die ev. Kirche in Crumbach

Am 1. Dezember 1970 schlossen sich Lohfelden und Vollmarshausen zur neuen Großgemeinde Lohfelden zusammen; Ortsteile sind Crumbach und Ochshausen.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Im Mittelalter hatte der Ort verschiedene Eigentümer. So besaß das Stift St. Alban vor Mainz im Jahre 1008 Rechte in Crumbach, im 14. und 15. Jahrhundert dann unter anderem das Erzbistum Mainz, das Stift Kaufungen oder die Klöster Weißenstein und Ahnaberg.

Unter den Wirren des Dreißigjährigen Krieges hat Crumbach stark gelitten; nur der Wehrturm der Kirche aus dem 11. Jahrhundert blieb erhalten.

Schon am 1. Juni 1941 wurden die beiden Gemeinden Crumbach und Ochshausen zur neuen Gemeinde Lohfelden zusammengeschlossen, deren Name auf die Flurbezeichnung "Auf dem Lohfeld" zurückgeht.

Am 1. Dezember 1970 erfolgte im Zuge Gebietsreform in Hessen der Zusammenschluss mit der Gemeinde Vollmarshausen zur Großgemeinde Lohfelden.

1855 gebaut und immer noch intakt

Feuerspritze

Mit einem Handspritzen-Wagen (Foto) waren die Brandschützer von Crumbach bis in die 1930er-Jahre im Einsatz. Gebaut wurde er 1855 bei der Firma Henschel. Das Datum und der Produktionsort sind auf einem Messingring eingraviert. „Die Spritze funktioniert heute noch“, sagt Horst Fehr. Unter dem Dach des von ihm betreuten Kutschen- und Wagenmuseums in Lohfelden steht die Rarität.

Die Spritze funktionierte über zwei Hebel mit Muskelkraft. Bis zu zehn Männer sorgten für genügend Druck. Bis hinauf in den Dachstuhl der vielen Fachwerkhäuser reichte der Wasserstrahl.

Der Handspritzen-Wagen wurde von einem Pferd gezogen. Angeschafft hat ihn die Feuerwehr der damals noch selbstständigen Gemeinde Crumbach]]. Die auf dem Messingring der Spritze eingravierte Produktionsnummer 401 ist ein Beleg dafür, dass Henschel größere Stückzahlen davon hergestellt hat. (tos)

Das Museum in Lohfelden, Friedrich-Ebert-Ring 14, ist jeden ersten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Kontakt: Tel. 0561/51 68 94

Eco-Pfad Kulturgeschichte

Der Eco-Pfad Kulturgeschichte Lohfelden bietet auf etwa 10 km Länge Informationen auf dem Gebiet der Gemeinde von der späten Bronzezeit bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Er führt entlang am Rande des Kasseler Beckens und an den Ausläufern der Söhre.

Der Eco-Pfad „Kulturgeschichte“ wurde am 13. September 2010 eingeweiht und verbindet Plätze in Lohfelden, wo Menschen früher gebetet, gewohnt, gearbeitet und getrauert haben. Dieser Pfad ermöglicht eine Zeitreise von der späten Bronzezeit bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts.

Die ev. Kirche in Crumbach

Auf eine Gesamtlänge von ca. 13 km führt der Weg ab dem Naherholungsgebiet „Lohfeldens Grüne Mitte“ vorbei am Hessischen Kutschen- und Wagenmuseum, dem einzigen in Hessen, zur Kirche von Crumbach mit einer interessanten Baugeschichte, über eine Arbeitersiedlung aus den 1940er Jahren bis zum „Lager Fernsicht“, in dem Zwangsarbeiter der Rüstungsindustrie leben mussten. Von dort geht es weiter über die Kirche Ochshausen, das bronzezeitliche Gräberfeld – einem der bedeutendsten in Mitteleuropa-, die Kirche Vollmarshausen bis zum mittelalterlichen Gerichtsplatz Schöppenstuhl an der Linde in Vollmarshausen und zur Obermühle.

In der Mitte zwischen Vollmarshausen, Crumbach und Ochshausen liegt das Naherholungsgebiet „Lohfeldens Grüne Mitte“ mit Aufenthalts-, Spiel- und Sportbereichen. Hierzu gehören Spielflächen für Kleinkinder, ein Sinnespfad und ein Fitness-Parcours. Mittelpunkt ist die weithin sichtbare Aussichtsplattform mit der „Tanz-Eiche“, die einen herrlichen Blick über die drei Ortsteile, das Kasseler Becken, die Söhre und den Kaufunger Wald bietet. Lohfelden, das darf mit Fug und Recht behauptet werden, bildet heute geographisch und optisch eine gelungene Einheit.

Literatur

  • Walter Reuter, Der Löwenhof in Crumbach, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2012
  • Streifzüge durch 900 Jahre Ortsgeschichte Crumbach und Ochshausen 1102 – 2002, herausgegeben vom Gemeindevorstand der Gemeinde Lohfelden, 2001

siehe auch

Vereine

Sportvereine

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

Ahnatal | Bad Emstal | Bad Karlshafen | Baunatal | Breuna | Calden | Espenau | Fuldabrück | Fuldatal | Grebenstein | Habichtswald | Helsa | Hofgeismar | Immenhausen | Kaufungen | Liebenau | Lohfelden | Naumburg | Nieste | Niestetal | Oberweser | Reinhardshagen | Schauenburg | Söhrewald | Trendelburg | Vellmar | Wahlsburg | Wolfhagen | Zierenberg