Collegium Carolinum

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Ottoneum
Das Collegium Carolinum wurde im Jahr 1709 von Landgraf Karl als eine Art Vorbildungsanstalt für die Universität gegründet. Zukünftige Studenten sollten sich in der Kasseler Einrichtung auf ihr jeweiliges Fachstudium vorbereiten. Die Bildungsstätte war im damaligen Kunsthaus (heute: Ottoneum) untergebracht.

Geschichte

Landgraf Friedrich II. machte es sich ab 1766 zur Aufgabe, das Collegium Carolinum „umzubauen“. Der Lehrplan wurde anspruchsvoller, körperliche Ertüchtigung durch Reiten, Fechten und Tanzen ergänzte das Angebot. Das Collegium bekam universitäre Strukturen. Seine Lehrer wurden ab 1773 Universitätsprofessoren gleichgestellt.

Obwohl Friedrich II. viel tat, das Collegium Carolinum in seiner Bedeutung zu stärken (z. B. durch die Verpflichtung hervorragender Lehrer), musste er erkennen, dass die Einrichtung neben den etablierten Universitäten Marburg und Rinteln keinen Bestand haben würde. Das neu eingerichtete Lyceum Fridericianum als eine unmittelbar zur Universität hinführende Schule bereitete dem Collegium Carolinum dann ein Ende.

Unter Landgraf Wilhelm IX. wurde das Collegium Carolinum 1786 aufgelöst.

siehe auch

Weblinks und Quellen