Christteich

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Der Christteich(auch Christbornteich) ist ein stehendes Gewässer südlich von Wellerode in Richtung Wollrode.

Geschichte und Geschichten

Früher wurde den Welleröder Kindern erzählt, dass im Christteich die kleinen Babys liegen .Von Dort brachte sie der Klapperstorch zu den Familien.

Angeblich ist der Christteich im Jahre 1905 von Pionieren gebaut worden. Kann aber nicht stimmen, denn auf der hessischen Niveaukarte von 1857 ist der Teich schon eingezeichnet. Noch frühere Erwähnung in Archivalien des Staatsarchivs Marburg (Kurzfassung) Am 23. Juli 1734 reicht der amtliche Teichmeister Herrmann an die königlich, hochfürstliche Renthcämmerei zu Immenhausen eine unterthänigste und gehorsamste Anfrage ein und teilt mit, dass der Christbornteich im Crumbacher Forst dringend repariert werden müsse und bittet (unterthänigst) die benötigten Materialien und Fahrdienste zur Verfügung zu stellen. ( Renthof Hohe Str. 32entstand 1634 als landgräfliches Amtsgebäude )

Der Teich dient zu Fischereilehrzwecken ( hauptsächlich Karpfen ) des Hessenforstes mit untergeordneter Wichtigkeit. Am 11.Juli 1980 drohte während eines Wolkenbruches, die Dammkrone zu brechen, nachdem durch wochenlangen Regen über der Söhre der Boden aufgeweicht war. Das Wasser lief über die Straße und man zog in Erwägung den Ort Wollrode vorsichtshalber zu evakuiren.Die Maßnahme wurde nicht erforderlich, da der Damm hielt. Nachträglich wurde jetzt ein Mönch eingebaut.

Oberhalb(nördlich) des Teiches liegt die Quelle des Christbaches aus der Dörnhagener Jungfrauen zur Schönheitspflege Osterwasser geschöpft haben sollen.

In der Nähe steht eine Hütte, die 1932 von Schülern eines Kasseler Bibelkreises unter Pfarrer Magnus Riebeling gebaut wurde.

Der Anbau ist älter und diente den Forstarbeitern als Unterstand.

Grund und Boden gehört dem Land Hessen, vertreten durch die Forstverwaltung. Die Nutzung der Hütte wurde vertraglich dem CVJM und seinen Gästen überlassen, wurde aber auch an Privat vermietet. Im zweigeschossigen Gebäude diente der obere Teil als Schlafbereich und im Erdgeschoss liegt der Aufenthaltsraum. Das in einem Balken eingeschnitzte Datum 31. August 1932 ist vermutlich das Erbauungsdatum der Hütte.

Eine andere Geschichte (????!)

Oberhalb des Christteiches stand früher das Schloss der Herren Lentzing vom Stillberg. Der Christteich war der Schlossteich.

Der Keller des Schlosses mit all den Schätzen des Schlossherren soll noch unter der Erde verborgen sein. Der Forstort wird noch heute „Lentzings Keller" benannt.

In dem Gemeindeprotokoll der Gemeinde Wollrode vom 14.02.1893 ist niedergeschrieben, daß der Christbrunnen (oberhalb der Christteichhütte) von Dörnhagen für eine Wasserleitung gefordert wird. Wollrode und Guxhagen wollen einen Prozess anstreben.

(L.R.)

Literatur

  • Th. Hans-Dieter Scholz, Der Christteich (bei Wellerode), in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 1984, S. 105

siehe auch